Adidas, Nike, Puma
Wettrüsten der Sportartikler geht in nächste Runde

2016 stehen Events wie Olympia oder die Fußball-EM an. Adidas und Nike wollen die Veranstaltungen nutzen, um neue Produkte öffentlichkeitswirksam zu positionieren. Doch die Werbeschlacht hat Nachteile für die Kunden.

HerzogenaurachLeichter am Fuß, schneller produziert und vielleicht noch mit einer persönlichen Note versehen: Geht es nach dem Willen der Sportartikelindustrie, dann werden Sportschuhe in naher Zukunft von 3D-Druckern oder Robotern gefertigt – und das alles in einem Bruchteil der bislang benötigten Zeit. Hightech soll Adidas, Nike und Co. dazu verhelfen, den Kundengeschmack noch genauer zu treffen und schnell zu erfüllen.

Wie das aussehen könnte, erklärte Adidas-Chef Herbert Hainer kürzlich. „Angenommen, Rapper Kanye West trägt bei einem seiner Konzerte einen neuen Schuh und wir sehen anhand der Twitter-Kommentare, dass dieser bei den Fans gut ankommt, dann können wir künftig auf so was sofort reagieren und schon am nächsten Tag die entsprechenden Schuhe liefern.“

Noch ist das Zukunftsmusik. Doch die Vorbereitungen laufen. Bis zum Sommer will Adidas die ersten 500 Paar Laufschuhe präsentieren, die mit einer neuartigen Robotertechnologie hergestellt werden. Auch am anderen Ende der Welt, im US-amerikanischen Portland, tüftelt Konkurrent Nike an vollautomatischen Prozessen.

Früher sei viel Zeit darauf verwendet worden, Proben zu verschicken oder nach Asien zu reisen, sagte Nike-Chef Mark Parker. Bald müssten nur noch Designs codiert und die Maschinen entsprechend programmiert werden.

Die Produktion nahe beim Kunden spart aber nicht nur Zeit. Immer wieder beklagen Menschenrechtsinitiativen die Bedingungen, unter denen die Näher zumeist in Asien produzieren müssen. Durch die maschinelle Vor-Ort-Produktion könnten außerdem Kosten für den Transport oder Personal gesenkt werden.

Abfedern sollen den Kostendruck auch Preiserhöhungen. Alle großen Hersteller drehen kontinuierlich an der Preisschraube. Um dies den Konsumenten schmackhaft zu machen, hilft mitunter eine künstliche Verknappung. Der japanische Hersteller Asics brachte vor kurzem einen Laufschuh auf den Markt, der stolze 250 Euro pro Paar kostet. Weltweit sollen davon aber auch nur 60.000 in die Läden kommen.

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