Adidas-Schuhe aus Plastikmüll
Aus dem Meer an den Fuß

Adidas will sein Engagement für die Umwelt in Zukunft stärker vermarkten. Den Auftakt macht ein neuer Turnschuh, den der Sportkonzern aus Meeresmüll produziert. Die Produkte sollen bald in die Läden kommen.
  • 0

MünchenEs war nur eine kurze Rede von Eric Liedtke, nicht mehr als drei Minuten. Doch der Auftritt des Adidas-Vorstands bei der Uno in New York Ende Juni sorgte für weltweites Aufsehen. Denn der Amerikaner hatte einen Turnschuh dabei, hergestellt aus Meeresmüll.

Gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation Parley fort the Oceans präsentierte Adidas, was sich aus weggeworfenen Plastikflaschen und illegalen Hochseenetzen so alles machen lässt. Die ersten Produkte sollen noch dieses Jahr in die Läden kommen.

Adidas gehört seit Jahren zu den nachhaltigsten Unternehmen der Welt und steht in seiner Branche weit vorne in den Dow Jones Sustainability Indizes. Dem Image hat das freilich nicht so recht geholfen, Konkurrenten wie Nike oder Under Armour sind bei den Konsumenten derzeit sehr viel angesagter.

Daher will Adidas sein Engagement für die Umwelt künftig offensiver vermarkten. „Seit Jahren arbeiten wir verstärkt mit Recycling-Stoffen, geredet haben wir wenig darüber. Das wird sich ändern, die Konsumenten wollen das wissen und daran teilhaben“, sagt Alexis Olans-Haas, Direktorin des Nachhaltigkeitsprogramms des größten europäischen Turnschuh-Herstellers.

Die Konsumenten haben es kaum mitbekommen, aber schon vergangenes Jahr hat Adidas sieben Millionen T-Shirts aus wiederverwertetem Polyester produziert. Durch die eingesammelten Plastikflaschen und Netze in der Parley-Kooperation wird das künftig noch viel mehr werden. Vor allem aber ist es ein Konzept, das die Verbraucher leicht verstehen. „Das ist eine Story zum Anfassen“, sagt Olans Haass.

Seite 1:

Aus dem Meer an den Fuß

Seite 2:

Was die Konkurrenz macht

Kommentare zu " Adidas-Schuhe aus Plastikmüll: Aus dem Meer an den Fuß"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%