Air-Berlin-Partner
Etihads Wachstum verliert an Schwung

Das billige Öl bringt den Herrscherfamilien am Golf weniger Einnahmen. Die arabischen Fluglinien stehen nicht mehr so gut wie da wie vor wenigen Jahren. Bei Etihad sind die Zeiten des rasanten Wachstums vorerst vorbei..
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DubaiBei der arabischen Fluglinie Etihad sind die Zeiten des rasanten Wachstums vorerst vorbei. Die Zahl der Passagiere habe 2016 bei 18,5 Millionen gelegen – ein Plus von sechs Prozent, teilte Etihad am Mittwoch mit. Es ist der kleinste Zuwachs seit sieben Jahren. Im Jahr 2015 stieg die Zahl der Reisenden noch um 17 Prozent.

Die staatliche Fluglinie leidet ähnlich wie die größeren Rivalen Emirates und Qatar Airways darunter, dass Ölkonzerne wegen der niedrigen Rohstoffpreise nicht mehr so viel Personal um die Welt schicken. Zudem verderben die Anschläge weltweit einigen Touristen die Lust auf Flugreisen.

Gleichzeitig sorgen die niedrigen Notierung auch bei den Besitzern der Airlines für neue Sparsamkeit. Die Öl- und Gaseinnahmen, die den Herrscherfamilien in Abu Dhabi, Dubai und Katar bislang einen extrem großen finanziellen Spielraum bescherten, sprudeln nicht mehr so üppig wie früher.

Etihad rechne deshalb mit einem weiteren schwierigen Jahr und werde vorsichtig expandieren, sagte Konzernchef James Hogan, der noch dieses Jahr zurücktritt. Der Australier stand nicht nur wegen des langsamen Wachstums unter Druck, sondern auch wegen einer im Nachhinein verfehlten Europa-Strategie. Mit Beteiligungen an verlustträchtigen Airlines wie Air Berlin oder Alitalia versenkte Etihad Milliarden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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