Air Berlin und Etihad
Gemeinschaftsflüge sollen Ausnahme bleiben

Rückschlag für Air Berlin: Die Bundesregierung verbietet der Fluglinie vom Winter an einen Teil ihrer Gemeinschaftsflüge mit der arabischen Gesellschaft Etihad. Der Konzern plädiert für eine langfristige Vereinbarung.
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BerlinGemeinschaftsflüge von Air Berlin und der arabischen Gesellschaft Etihad sollen nach Ansicht der Bundesregierung eine Ausnahme bleiben. Die sogenannten Codeshare-Vereinbarungen für Winter und Sommer in diesem Jahr seien ein Einzelfall, sagte ein Sprecher von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am Freitag. Dem „Spiegel“ zufolge verbietet das Ministerium der Fluglinie vom Winter an einen Teil ihrer Gemeinschaftsflüge mit dem arabischen Partner und Finanzier Etihad Airways.

Nach einem internationalen Abkommen von 1994 dürfen beide Airlines derzeit nur Routen von Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg nach Abu Dhabi und umgekehrt zusammen vermarkten und bedienen. In einem Brief an den Wirtschaftsminister von Abu Dhabi, dem Heimat-Emirat von Etihad, heißt es laut „Spiegel“, dass die deutschen Behörden künftig nur diese Codeshare-Strecken genehmigen würden und solche, die in einer späteren Zusatzvereinbarung geregelt sind.

„Es gibt, soweit ich weiß, ein Schreiben an die VAE (...) wo wir gesagt haben, dass für die Flugplanperioden Winter und Sommer dieses Jahres Ausnahmen gemacht wurden und das Ausnahmen bleiben sollen“, sagte der Ministeriumssprecher. Alles weitere solle im Rahmen von Konsultationen besprochen werden. „Da gibt es noch keine Termine und auch noch keine Reaktion auf dieses Schreiben.“

Air Berlin plädierte für die Fortsetzung der Codeshare-Flüge, wie ein Konzernsprecher sagte. Dabei erhalten Air-Berlin-Verbindungen innerhalb Europas und von Deutschland in die Vereinigten Arabischen Emirate eine Flugnummer von Etihad. Die angeschlagene Air Berlin erhöht damit die Auslastung der Flugzeuge, während der Großaktionär Etihad mehr Ziele weltweit anbieten kann. Das Luftfahrtbundesamt hatte vergangenen Herbst erstmals die Rechtmäßigkeit der Vereinbarungen angezweifelt, genehmigte nach langem Clinch aber den Winterflugplan. Später gab es auch grünes Licht für den Sommer.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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