Aktie regaiert mit Kursgewinnen
Schickedanz-Pool kauft und kauft

HB DÜSSELDORF. Der Aktienpool um die Mehrheitsaktionärin Madeleine Schickedanz hat für rund 75 Mill. € weitere Aktien des Handelskonzerns Karstadt-Quelle hinzugekauft.

Karstadt-Quelle teilte am Montag auf der Internetseite mit, der Pool habe am 28. Juni insgesamt rund 6,8 Millionen Aktien gekauft. Seit Jahresbeginn hat der Pool in mehreren Schritten seinen Anteil an Karstadt-Quelle auf mehr als 50 % ausgebaut und damit Übernahmefantasien angefacht.

Die Karstadt-Quelle-Aktie zog am Montag um gut ein Prozent auf 10,95 € an.

Seit Jahresbeginn hat der Pool in mehreren Schritten seinen Anteil an KarstadtQuelle auf mehr als 50 Prozent ausgebaut und damit Übernahmespekulationen angefacht. In der vergangenen Woche hatten Aktienhändler über Spekulationen berichtet, wonach die US-Investmentbank JP Morgan ein Mandat von Schickedanz habe, um Karstadt-Quelle-Aktien bis zu einem Kurs von 11,50 Euro je Aktie aufzukaufen. Das Unternehmen und der Pool hatten diese Gerüchte nicht kommentiert. Insgesamt hat die Aktie seit Jahresbeginn um mehr als 30 Prozent an Wert gewonnen.

Gemeinsam mit ihren Familienmitgliedern soll die Quelle-Erbin weit mehr als 750 Millionen Euro als Kredit aufgenommen haben, um sie in den angeschlagenen Konzern zu stecken, berichten mehrere Firmeninsider. Ein erheblicher Teil des Geldes komme von Sal. Oppenheim. Für Karstadt hat das Kölner Bankhaus mit dem Troisdorfer Baulöwen Josef Esch fünf Immobilien errichtet und an den Warenhauskonzern vermietet. Pikant: Als Privatpersonen sind sowohl Thomas Middelhoff wie auch Madeleine Schickedanz an möglichst hohen Mietzahlungen interessiert. Middelhoff besitzt Anteile der geschlossenen Fonds, die in die Bauprojekte investiert haben. Madeleine Schickedanz ist mit 1,7 Millionen Euro Mitgesellschafterin der Oppenheim-Esch-Managementgesellschaft mbH.

Analysten wie Jürgen Elfers von der Commerzbank haben bereits nach den ersten Zukäufen im vergangenen Montat Mai erwartet, dass die Quelle-Erben ihren Anteil von damals knapp 48 Prozent auf 75 Prozent aufstocken werden, um damit massive Unternehmensverkäufe durchsetzen zu können.

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