Aktion „Becherheld“
20 Cent extra für „Coffee to go“?

2,8 Milliarden Pappbecher landen jedes Jahr in Deutschland auf dem Müll. Mit dieser Energiemenge könnte man eine Kleinstadt versorgen. Umweltschützer fordern eine Abgabe von 20 Cent. Doch die hat wenig Chancen.
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HamburgDer „Coffee to go“ im Pappbecher gehört inzwischen zum Lifestyle vieler gehetzter Großstädter. 20 Cent Abgabe auf die Wegwerf-Kaffeebecher forderte im Mai ein Mitglied der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sprang auf die Forderung auf. „Denn Coffee to go-Becher sind ein wahrer Fluch für die Umwelt“, meint der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

Tatsache ist: 320.000 Pappbecher landeten jede Stunde in Deutschland im Müll, also 7,68 Millionen am Tag, das sind 2,8 Milliarden im Jahr. 32 Becher verbraucht jeder Deutsche im Jahr, rechnen die Umweltschützer vor.

Zur Herstellung werden 64.000 Tonnen Holz, 1,5 Milliarden Liter Wasser und 11.000 Tonnen Kunststoff verbraucht. „Für die Produktion ist jährlich eine Energiemenge nötig, mit der man eine Kleinstadt versorgen könnte“, klagt er.

Geändert hat sich bislang nichts. Die Umweltschützer starten daher an diesem Mittwoch eine Kampagne unter dem Titel „Becherheld“. Das Ziel: Die Deutschen sollen eigene, mitgebrachte Becher befüllen lassen. Dazu soll sie die Abgabe auf Einweg-Becher bewegen.

Die Kaffeekette Starbucks praktiziert ein solches Modell bereits: Kunden, die einen eigenen Becher mitbringen, erhalten 30 Cent Rabatt auf das Getränk.

Die Umweltschützer hoffen dabei auf eine ähnliche Entwicklung wie bei der Einweg-Plastiktüte, die inzwischen von vielen Kunden des Lebensmittel-Einzelhandels gemieden und durch Mehrweg-Taschen ersetzt wird. Laut einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der DUH sind 75 Prozent der Berliner für eine solche Verbrauchssteuer auf Wegwerfbecher.

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Der Deutschen Lieblingsgetränk

Kommentare zu " Aktion „Becherheld“: 20 Cent extra für „Coffee to go“?"

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  • 20 cent für den Becher? so ein Quatsch, als wenn der dadurch umweltverträglicher würde...

    besser wäre es zu erlauben, dass der Kaffee in einen mitgebrachten becher gefüllt werden darf...

  • Sie können sich an der Privatisierung der Gewinne beteiligen, indem sie Aktien der Unternehmen kaufen. Ich halte z.B. die "Bottled-Life"-Aktie. Ist eine absolute Bank.
    Von einem durch diese Umweltideologen eingeredeten (mittlerweile ja bereits fast diktierten) "guten Gewissen" kann ich mir nämlich nicht das Geringste kaufen. Also verzichte ich gleich ganz drauf.
    Ich habe auch noch KEINEN EINZIGEN Umweltschützer gefunden, der gleichzeitig ein guter Unternehmer gewesen wäre und eigenes Geld ohne sozialistische Umverteilung (also durch Steuerdiebstahl) erwirtschaftet hat.

  • @Herr Franz Paul:

    …dann sind wir schon zu zweit. Diese Menschenschinder vermüllen nur unsere Umwelt indem sie ihre Gewinne privatisieren und den Dreck sozialisieren auch durch ihre krank machende Fastfood.

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