Amazon-Chef und der Weltraumtourismus
Männer und ihre Raketen

Elon Musk, Richard Branson und Jeff Bezos: Drei Milliardäre wollen beim privaten Weltraumtourismus der Erste sein. Mit dem erfolgreichen Test der Rakete „New Shepard“ setzt sich Amazon-Chef Bezos beim Run an die Spitze.

San FranciscoZu den Pop-Songs von Abba mit dem Hightech-Auto durch rote Kraterlandschaften flitzen, Kartoffeln in der Weltraumstation ziehen und per Satellit nach Hause telefonieren – so oder so ähnlich wie im Film „Der Marsianer“, der derzeit in den Kinos brilliert, muss er aussehen, der Traum vom Leben auf dem Mars.

Bislang gehörten solche Szenarien ins Science-Fiction-Genre. Seit kurzer Zeit ist das anders. Denn nun beschäftigen sich auch Menschen mit der Kolonialisierung des Mars, die ausreichend Geld haben, um intergalaktische Phantasien in Realität zu verwandeln, allen voran die Tech-Milliardäre aus dem Silicon Valley.

Amazon-Chef Jeff Bezos legte nun einen wichtigen Schritt auf dem Weg dorthin zurück. Der 51-Jährige testete mit seinem Raumfahrtunternehmen Blue Origin in der Wüste von West-Texas erfolgreich den Flug einer wiederverwendbaren Trägerrakete.

Die Idee dahinter zeigt ein Video, das Blue Origin auf der Webseite veröffentlichte. Untermalt von schleppenden Gitarren-Riffs startete die Rakete namens „New Shepard“, benannt nach Alan Shepard, dem ersten Amerikaner im All, im Morgengrauen des Montags (Ortszeit), durcheilt die Luft und tritt in die Atmosphäre ein.

Elf Minuten nach dem Start landet sie wieder, in einem beeindruckenden Manöver, abgebremst vom eigenen Triebwerk. Die unbemannte Raumkapsel, in der Touristen irgendwann für vier Minuten ins All fliegen sollen, gleitet am Fallschirm zur Erde. Bezos, in verspiegelter Sonnenbrille und Cowboyhut, lässt den Champagnerkorken knallen.

Seit die US-Regierung die Budgets staatlicher Raumfahrt-Programme zusammengestrichen hat und Cape Canaveral zunehmend verwaist, liefern sich die Milliardäre ein Rennen um private Weltraum-Abenteuer. Neben Bezos investiert auch Paypal-Gründer Elon Musk, Chef des Elektro-Autoherstellers Tesla, in die Idee. Der geborene Südafrikaner träumt von einer extra-terrestrischen Kolonie, in der 80.000 Menschen überleben sollen, falls die Erde nach nach einem Atomkrieg oder Meteoriteneinschlag unbewohnbar wird.

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