Angebot von P&G in Kürze erwartet
Tchibo legt wohl noch etwas drauf

Die Preisvorstellungen des Hamburger Handels- und Kaffeeunternehmens, das bereits mit knapp 31 Prozent an dem Nivea-Hersteller Beiersdorf beteiligt ist, sollen nun etwas näher an den Preisvorstellungen der Allianz von 130 Euro je Anteilschein liegen, hieß es am Montag aus Finanzkreisen. „(Allianz-Finanzchef) Paul Achleitner muss mindestens 125 Euro je Beiersdorf-Aktie erzielen..."

HB HAMBURG. "Es sieht so aus, dass Tchibo nun bereit ist, etwas darüber zu gehen“, verlautete es aus den Kreisen. Aus Industriekreisen hieß unterdessen es: „In die Preisvorstellungen ist Bewegung gekommen.“ In der vergangenen Woche hatte es noch geheißen, Tchibo wolle nicht mehr als 120 Euro je Beiersdorf-Aktie zahlen.

An der Börse wird das Paket von 43,6 Prozent der Allianz an Beiersdorf mit rund 4 Mrd. Euro bewertet. Die im Nebenwerteindex MDax notierte Beiersdorf-Aktie lag mit 110,20 Euro am Montagnachmittag leicht im Minus.

Gleichzeitig wurde in den Kreisen aber darauf hingewiesen, dass der zweite Interessent an Beiersdorf, der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G), wegen seiner großen Finanzkraft in der Lage wäre, ein Angebot von Tchibo zu überbieten. Von P&G liegt Industriekreisen zufolge bislang keine Offerte für den Nivea-Hersteller Beiersdorf vor. Doch wird damit gerechnet, dass dieses in Kürze erfolgen könnte. Die Vorbereitungen dafür befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium, hieß es in Finanzkreisen. Das Unternehmen aus Cincinnati selbst hat bisher jeden Kommentar zu dem Bieterkampf abgelehnt.

Die Münchener Allianz spricht seit vergangenen Dienstagabend mit Vertretern des vom Hamburger Senat unterstützten Konsortiums aus der Tchibo-Holding, Tchibo-Miteigner Joachim Herz und Beiersdorf über das von ihr gehaltene Aktienpaket. Weder Tchibo noch die Allianz wollten jedoch Angaben zum aktuellen Verhandlungsstand machen.

Angaben aus den Industriekreisen zufolge wurden die Gespräche zwischen der Allianz und der Tchibo-Gruppe auch am Wochenende fortgesetzt. Aus Kreisen des Konsortiums hieß es, die Familie Claussen, die mit 10 Prozent an Beiersdorf beteiligt ist, unterstütze das Tchibo-Konsortium nach wie vor. Die Kreise gingen damit auf Spekulationen ein, die Stämme der Gründerfamilie könnten ihre Anteile an die Allianz veräußern und P&G bei einem Kauf der knapp 43,6 Prozent aus den Händen der Allianz so zum Erwerb einer Mehrheit von 53,6 Prozent an Beiersdorf verhelfen

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