Anlaufverluste im Logistik-Zentrum
Beate Uhse leidet unter schwacher Entertainment-Sparte

Der Flensburger Erotikkonzern Beate Uhse hat ungeachtet der anhaltenden Konsumflaute seinen Umsatz in den ersten neun Monaten gesteigert, beim Vorsteuergewinn allerdings einen deutlichen Rückgang verbucht.

HB FLENSBURG. Als Grund für den Rückgang des Vorsteuerergebnisses um zehn Prozent auf 12,6 Millionen Euro nannte Europas Marktführer der Branche am Mittwoch Anlaufverluste im Logistik-Zentrum im niederländischen Almere. Die Verzögerung des Umzugs und zusätzliche technische Probleme hätten das Ergebnis belastet. Der operative Gewinn verringerte sich um eine Million Euro auf 14,6 Millionen Euro. Unter dem Strich steigerte Beate Uhse den Reingewinn aber um 8,3 Prozent auf 8,7 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs von Januar bis September um 4,5 Prozent auf 206 Millionen Euro.

Größter Umsatzträger war erneut der Versand von Erotikartikeln, der die Erlöse auf 88 Millionen Euro von 83,4 Millionen binnen Jahresfrist steigerte. Der Einzelhandel legte trotz des ansonsten schwachen Konsums auf 61,2 (Vorjahr: 52,5) Millionen Euro zu. Dagegen belasteten erneut der Großhandel und der Bereich Entertainment, in dem Beate Uhse die Aktivitäten rund um Internet, Telefon und Bezahlfernsehen zusammenfasst. Angaben zum Ausblick machte Beate Uhse zunächst nicht. Zuletzt hatte der Erotikkonzern im August seine Jahresprognose bekräftigt, wonach der Umsatz ohne Zukäufe um neun Prozent auf 289,6 Millionen Euro und der Vorsteuergewinn um 13 Prozent auf 21,8 Millionen Euro steigen sollen. Für 2004 hatte Konzernchef Otto Christian Lindemann bereits eine Dividendenaufstockung auf elf oder zwölf Cent je Aktie in Aussicht gestellt. Für das Vorjahr hatte der Erotikkonzern seinen Aktionären zehn Cent je Aktie gezahlt.

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