Anzeige wegen Verrats von Betriebsgeheimnissen läuft weiter
MLP schließt Vergleich mit Simon

Der Finanzdienstleister MLP hat einen Teil seiner Rechtsstreitigkeiten mit einem früheren Top-Manager beigelegt und sich mit ihm auf einen Vergleich geeinigt. Das teilte ein Sprecher des Heidelberger Unternehmens am Montag mit und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des „Manager-Magazins“.

HB/dpa HEIDELBERG/HAMBURG. Nach dem Vergleich soll der Ex-Manager die Zahlung von zwei Monatsgehältern erhalten. Die Summe soll sich auf weniger als 100 000 € belaufen. Zum Zeitpunkt der Kündigung hatte der Mitarbeiter noch einen Fünfjahresvertrag. Der Vergleich soll vom Landgericht Heidelberg vorgeschlagen worden sein.

Der Finanzdienstleister werde seine Strafanzeige gegen den ehemaligen Manager wegen des Verrats von Betriebsgeheimnissen jedoch weiter laufen lassen, sagte der Sprecher. Diese liegt derzeit bei der Staatsanwaltschaft Mannheim. MLP hatte sich 2002 von seinem Mitarbeiter getrennt. Er war Vorstand der MLP Finanzdienstleistungen AG.

Der Finanzdienstleister war im Vorjahr wegen angeblicher Bilanztricks in die Schlagzeilen geraten. Mitte September hatten Medien dann berichtet, der Manager sei nach einer Affäre mit einer Investmentbankerin von dieser erpresst worden und habe deshalb Firmeninterna verraten. Der Arbeitgeber der Frau habe dies bestritten und von einem Versuch gesprochen, mit dem MLP von eigenen Problemen ablenken wolle.

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