Arbeitszeitkonten
Bahn-Beschäftigte häufen Millionen Überstunden an

Jedes Jahr gehen Tausende Bahn-Beschäftigte in Rente. Der Konzern stellt deswegen kräftig ein - doch die Zahl der Überstunden sinkt nur langsam. Auf den Arbeitszeitkonten hätten sich Millionen Überstunden angesammelt.
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BerlinDie Bahn kommt nach einem Bericht von ihrem großen Berg an Überstunden nicht herunter. Bis Ende 2013 hätten sich auf den Arbeitszeitkonten fast acht Millionen Überstunden angesammelt, hinzu kämen 5,6 Millionen Stunden aus offenen Urlaubsansprüchen, berichtet das ZDF-Magazin „Frontal 21“ unter Berufung auf vertrauliche Unterlagen.

Eine Bahnsprecherin widersprach der Darstellung des Magazins. „Wir haben mit den Arbeitnehmervertretern vereinbart, Mehrarbeit zu reduzieren und daran arbeiten wir sehr ernsthaft, unter anderem durch Neueinstellungen.“ Ende Februar habe die Zahl der Überstunden noch bei sieben Millionen gelegen, das sei eine Million weniger als Ende 2013. Die Urlaubsansprüche lagen der Sprecherin zufolge bei 3,2 Millionen Stunden. Im vergangenen Jahr sei die Mitarbeiterzahl um 2000 gestiegen.

Die Gewerkschaften hatten schon nach dem Mainzer Stellwerkschaos und den Hochwasserproblemen im vergangenen Jahr von acht Millionen Überstunden konzernweit gesprochen und die Stunden aus ausstehendem Urlaub auf neun Millionen beziffert. Die Bahn kalkuliert mit insgesamt 614 Millionen Euro für die offenen Stunden, zwölf Prozent mehr als im Vorjahr, wie „Frontal 21“ aus dem Geschäftsbericht zitiert.

Der Bahn-Konzern hat weltweit 290 000 Beschäftigte. Die Überstundenstatistik ergibt sich aus den 165.000 Arbeitszeitkonten von Tarifbeschäftigten in Deutschland. Diese Beschäftigten demzufolge Ende Februar pro Kopf durchschnittlich knapp 62 Tage auf ihrem Konto.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Bahn, der typische deutsche Arbeitgeber; lieber die Mitarbeiter zu einem Maximum von Überstunden verdonnern, bis letztendlich viele Beschäftigte krankheitsbedingt ausfallen (siehe Leitstelle in Mainz), statt dringend nötige Neueinstellungen vorzunehmen.

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