Auch kommendes Weihnachtsgeschäft heitert Stimmung nicht auf
Deutsche Einzelhändler blasen Trübsal

Der deutsche Einzelhandel hat die Hoffnung auf ein gutes Geschäftsjahr 2008 wegen der steigenden Preise und der Kaufmüdigkeit der Verbraucher endgültig begraben.

HB DÜSSELDORF. Der Branchenverband HDE bekräftigte am Mittwoch in Düsseldorf seine bereits im Juli heruntergeschraubte Jahresprognose und geht weiter von einem nominalen Umsatzplus von 1,5 Prozent aus. Preisbereinigt (real) bedeute dies ein Minus von einem Prozent. Die Umsatzerwartungen der Unternehmen hätten sich zudem für das zweite Halbjahr mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft "deutlich eingetrübt". Nur noch ein Viertel der befragten Händler rechne mit einem Umsatzplus. 2007 hatte noch ein optimistischer Ausblick überwogen.

Völlig unklar seien zudem die Auswirkungen der jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten auf die deutsche Wirtschaft, räumte der HDE ein. "Alles hängt von der Stimmung der Verbraucher ab", betonte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Preisentwicklung spiele für sie aber wohl eine größere Rolle als der Zusammenbruch amerikanischer Investmentbanken. Bei der Teuerung hofft der HDE nun auf Besserung. Der Verband geht von einem Abflauen der Inflation zum Jahresende aus.

Der HDE klagt seit Monaten über explodierende Energie- und Lebensmittelpreise, die den Kunden Kaufkraft entziehen und die Branche belasten. In diesem Jahr hatten bereits die Ketten Sinn-Leffers, Wehmeyer und Hertie Insolvenz anmelden müssen. Entscheidungen über ihre Zukunft sollen im Herbst fallen.

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