Auch Transnet und GDBA stimmen zu
Gewerkschaftsspitzen billigen Bahn-Tarifpaket

Die Spitzengremien aller drei Bahn Gewerkschaften haben die Tarifeinigung beim bundeseigenen Konzern gebilligt. Nun fehlt noch ein Schritt, um den Tarifstreit endgültig beizulegen.

HB FRANKFURT/KÖLN. Die Lokführergewerkschaft GDL teilte am Freitag mit, ihr Tarifvertrag mit elf Prozent Einkommensplus und ein Grundlagenvertrag mit der Bahn könnten rückwirkend zum 1. März in Kraft treten. Nun steht noch eine Urabstimmung aus, bei der 25 Prozent Ja-Stimmen erforderlich sind. Das Ergebnis soll Mitte April vorliegen. Bei den größeren Gewerkschaften Transnet und GDBA stimmten am Freitag die Vorstände ebenfalls zu. Bei der Deutschen Bahn wird damit im Zuge des gesamten Tarifpakets auch eine neue Entgeltstruktur eingeführt.

GDL-Chef Manfred Schell sagte mit Blick auf die Urabstimmung: „Wir gehen davon aus, dass wir diese letzte Hürde locker überspringen.“ Die Gewerkschaft habe nicht nur den höchsten Tarifabschluss bei der Bahn erzielt, sondern auch ein Ergebnis, das in anderen Branchen seinesgleichen suche. Der fast ein Jahr andauernde Tarifkonflikt zwischen Bahn und GDL war am vergangenen Sonntag unter Androhung unbefristeter Streiks beigelegt worden. Unter dem Dach allgemeiner Regeln ist die GDL künftig für alle Lokführer der Bahn zuständig, Transnet und GDBA verhandeln für die Beschäftigten in fünf weiteren Berufsgruppen. Die Tarifverträge sollen gegenseitig anerkannt werden.

Von der neuen Entgeltstruktur profitierten die Beschäftigten, erklärten Transnet-Chef Norbert Hansen und der GDBA-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel nach Gremiensitzungen in Köln. Für eine nun vereinbarte Neugestaltung des Bezahlsystems stellt der Konzern ein Gesamtvolumen von 6,5 Prozent bereit, wie ein Unternehmenssprecher bestätigte. Mit der von Transnet und GDBA im Sommer besiegelten Entgelt-Anhebung von 4,5 Prozent resultieren daraus nach Angaben der beiden Gewerkschaften bis 2010 Verbesserungen von elf Prozent.

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