Auf Wachstumskurs
Post freut sich über boomendes Asien-Geschäft

Die Geschäfte laufen so gut, dass der Bonner Konzern die Gewinnprognose für 2012 hochgeschraubt hat. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn kann die Deutsche Post die Erwartungen übertreffen.
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DüsseldorfDie Deutsche Post hat angesichts florierender Geschäfte in Asien ihre Gewinnprognose für 2012 abgehoben. Den Umsatz konnte der Konzern im zweiten Quartal deutlich steigern. Die Folgen eines langen Steuerstreits mit dem Fiskus drückten den Gewinn der Deutschen Post zudem weniger als von Analysten befürchtet.

„Unsere Geschäfte laufen weiterhin erfreulich“, betonte Konzernchef Frank Appel am Donnerstag. Die Entwicklung sei sogar besser als ursprünglich angenommen, ergänzte Finanzchef Larry Rosen. Der Bonner Konzern mit seinem weltumspannenden Express- und Logistiknetz bekommt noch keine Abkühlung des Welthandels zu spüren und konnte den Umsatz im zweiten Quartal um 7,3 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro erhöhen.

Der operative Gewinn (Ebit) sank auf 543 (Vorjahr: 562) Millionen Euro. Der Überschuss nach Anteilen Dritter schrumpfte auf 201 (278) Millionen Euro. Die Post übertraf damit die Erwartungen des Marktes. Analysten hatten im Mittel einen Umsatz von 13,312 Milliarden Euro, einen operativen Gewinn (Ebit) von 393 Millionen Euro und einen Überschuss nach Minderheiten von 91,3 Millionen Euro erwartet.

Seine Prognose hob Konzernchef Appel an: Die Post rechnet 2012 nun mit einen Anstieg des Ebit auf 2,6 bis 2,7 (Vorjahr: 2,4) Milliarden Euro. Zuvor hatte die Post mit 2,5 bis 2,6 Milliarden Euro gerechnet. Vor allem die Logistik- und Expressbereiche des Konzerns um die Sparte DHL sollen zulegen, das klassische Briefgeschäft soll zum Jahresende einen operativen Ertrag von einer bis 1,1 Milliarden Euro einfahren. Das langjährige Sorgenkind der Post profitiert vom florierenden Internet-Handel - die Kunden bestellen ihre Waren im Netz, die Post bringt sie dann zu den Verbrauchern.

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Steuerstreit belastet

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Post schweigt zum Thema KfW

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  • Mich freut es für die Post. Aber ich sehe die satten Gewinne auch mit einem weinenden Auge. Gerade nach Armenien, einem der ärmsten Länder der Welt (liegt auch in Asien), hat man die Gebühren für ein 20kg Paket urplötzlich von 45 auf 68 € angehoben. Grund: Armenien wurde von der Gebührenzone 2 auf drei verschoben. Ein Akt der Solidarität mit den vielen hilfsbedürftigen Empfängern sowie den Spendern hierzulande wäre, die Post würde die horrende Erhöhung wieder rückgängig zu machen.

  • Geil - und was haben die Deutschen davon? Nichts.

  • Können sich ja in Aktien bezahlen lassen,50% in einem Jahr,wäre 50% mehr gehalt und man ist unternehmerisch tätig.wenn das alle Postangestellten machen,haben diese genug Stimmrechte zusammen um etwas zu bewegen.

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