Autovermieter wäre in Deutschland am Ende
Sixt warnt vor Steuer auf Schuldzinsen

Der Autovermieter Sixt wäre nach Angaben seines Chefs Erich Sixt in Deutschland nicht mehr lebensfähig, wenn Überlegungen für eine Besteuerung auch der Fremdkapitalzinsen umgesetzt werden sollten. Das sagte der Konzernchef und Mehrheitsaktionär der „Wirtschaftswoche“.

HB DÜSSELDORF. Er rechne aber nicht damit, dass die derzeit diskutierten Überlegungen in dieser Form umgesetzt würden, sagte Sixt weiter. Nach bisherigem Recht würden in einem Erbfall auf seinen Anteil fast 150 Millionen Euro Steuern fällig. Die Erben müssten dafür rund die Hälfte ihrer Aktien verkaufen, sagte Sixt.

Union und SPD liegen bei der künftigen Unternehmensbesteuerung noch auseinander. Die Sozialdemokraten sind dafür, bei der Körperschaftsteuer auch Fremdkapitalzinsen sowie Finanzierungsanteile von Mieten, Pachten, Leasingraten und Lizenzen dem Ertrag hinzuzurechnen. Hintergrund ist die Absicht, den Abfluss von Gewinnen aus Deutschland ins Ausland zu verhindern.

Sixt zahle derzeit rund 260 Millionen Euro an Zinsen, Mieten, Pachten und Leasingraten, rechnete Sixt vor. Müsste man 50 Prozent davon versteuern, würden insgesamt mehr als 70 Millionen Euro Steuern fällig. Sixt käme damit auf einen Steuersatz von über 80 statt bisher knapp 40 Prozent, sagte der Unternehmer. „Sixt wäre damit in Deutschland nicht mehr lebensfähig.“

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