Babybrei treibt Umsatz
Danone wächst und überrascht sich selbst

Der weltgrößte Joghurt-Hersteller Danone hat seinen Umsatz im ersten Quartal stärker gesteigert als erwartet. Vor allem Mineralwasser und Babynahrung verkaufte sich gut. Doch die Krise in Südeuropa hinterlässt Spuren.
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ParisDer französische Lebensmittelkonzern Danone sieht sich nach einem überraschend starken Umsatzwachstum im ersten Quartal in seiner Jahresprognose bestätigt. Vor allem die Nachfrage nach Babynahrung in Asien sowie nach Mineralwasser trieb die Geschäfte an, wie Danone am Dienstag mitteilte.

Der weltgrößte Joghurt-Hersteller mit Marken wie Activia und Actimel vertreibt in Deutschland auch Milupa-Babybrei sowie die Mineralwasser Evian und Volvic. Auf vergleichbarer Basis konnte Danone seinen Umsatz in den ersten drei Monaten um 5,6 Prozent steigern. Der Konzern selbst hatte nur 4,2 Prozent erwartet. Der Nestle- und Unilever-Rivale peilt weiterhin für 2013 ein Umsatzplus von mindestens fünf Prozent an.

Der Gesamtumsatz, der auch Währungsschwankungen berücksichtigt, stieg um 4,3 Prozent auf knapp 5,4 Milliarden Euro. Danone ist im Vergleich zu seinen multinationalen Konkurrenten am stärksten in den südlichen Krisen-Ländern der Euro-Zone vertreten. Dort blieb das Geschäft auch im ersten Quartal schwach, in ganz Europa sank der Umsatz um 5,1 Prozent. Eine Besserung sei 2013 auch nicht in Sicht, hieß es am Dienstag weiter. Als Reaktion darauf hat Danone bereits angekündigt, in Europa 900 Stellen abzubauen.

Das Kerngeschäft mit Milchprodukten habe sich zuletzt vor allem in den USA und Russland verbessert, erklärten die Franzosen weiter. Sie läuten die Bilanzsaison für die Branchengrößen ein: Am Donnerstag lässt sich Nestle in die Bücher schauen, eine Woche später folgt Unilever.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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