Beiersdorf
Starkes Tesa-Geschäft sorgt für mehr Umsatz

Beiersdorf ist gut ins neue Jahr gestartet: Für das erste Quartal kletterte der Umsatz auf rund 1,8 Milliarden Euro. Vor allem für Tesa läuft es gut – der Konzern hob deshalb sogar seine Prognose für die Sparte an.
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HamburgAusgerechnet das Geschäft der Klebstoffsparte erfreut den Beiersdorf-Chef Stefan F. Heidenreich. „Tesa hat einen besonders kräftigen Umsatzschub erzielt und damit seine starke Stellung auf dem Weltmarkt unterstrichen“, kommentierte Heidenreich die Zahlen zum ersten Quartal dieses Jahres. Der Umsatz der Marke mit den bekannten Klebebändern legte um 13,5 Prozent auf 317 Millionen Euro zu. Das ist ein dickes Plus im Vergleich zum geringen Umsatzwachstum von nur 0,5 Prozent im gesamten vergangenen Jahr.

Tesa sorgte mit dafür, dass auch der Gesamtumsatz von Beiersdorf in den ersten drei Monaten um knapp fünf Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro kletterte.

In einer Telefonkonferenz begründete Heidenreich den überraschenden Anstieg bei Tesa. „Wir haben im Geschäft mit Kunden aus der Elektronikindustrie neue Aufträge hereingeholt“, sagte er.

Um welche Unternehmen aus dem Markt für Tablets und Smartphones es sich handelt, sagte er nicht. Im vergangenen Jahr musste Heidenreich im Tesa-Geschäft einige Herausforderungen meistern. So sank der Umsatz im Bereich Electronics um gut 18 Prozent. Denn der Markt für Tablets, in denen viel Klebefolie steckt, ging zurück – das betrifft insbesondere Apple. Hinzu kamen Probleme des koreanischen Herstellers Samsung mit dem sich selbst entzündenden Modell „Note 7“.

Auch die Autoindustrie klebt anscheinend weiter gerne mit Tesa-Produkten. Das Autogeschäft laufe gut, versicherte Heidenreich – insbesondere in Amerika. Da konnte Tesa um gut zwölf Prozent zulegen. Für die Gesamtsparte wagt Heidenreich deshalb sogar, die Prognose für das Gesamtjahr anzuheben: Das Umsatzplus von drei bis vier Prozent hebt er auf vier bis fünf Prozent an. Und die Ebit-Marge, also des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern, erwartet er nun für 2017 auch auf Vorjahresniveau. Zuvor hatte er noch für Tesa eine Rendite „leicht unter Vorjahr“ erwartet.

Das Kerngeschäft bleibt jedoch der sogenannte Consumer-Bereich mit bekannten Marken wie Nivea, Eucerin oder Hansaplast. Da schaffte das Hamburger Unternehmen ein Plus von drei Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro. Heidenreich hat sich vorgenommen, in dem schwierigen Konsumgütergeschäft mit mehr Innovationen zu punkten. Das reicht von einer neuen Sonnenmilch mit Fleckenschutz bis zu einer neuen Pflegeserie für die Ganzkörperrasur von Männern. Außerdem will er alles daran setzen, dass die noch unterentwickelten Marken wie Eucerin, Hansaplast und La Prairie „genauso erfolgreich werden wie Nivea“.

An der Prognose für die Kosmetiksparte hält Heidenreich fest. Hier erwartet er einen um drei bis vier Prozent höheren Umsatz und eine Umsatzrendite, die leicht über der des Vorjahrs von 14,8 Prozent liegt. Er wertet dies als Erfolg in „einem schwierigen Geschäft, in dem keine besonderen Wachstumsimpulse zu erwarten sind“. Insgesamt ist Heidenreich davon überzeugt, dass er seine Prognose für den Gesamtkonzern halten kann: ein Umsatzplus von drei bis vier Prozent und eine etwas bessere Ebit-Umsatzrendite als im Vorjahr.

Die Aktionäre ließen die positiven Nachrichten aus Hamburg weitgehend unbeeindruckt. Am Vormittag legte die Aktie nur leicht auf 91,49 Euro zu.

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