Beteiligung an Immobilienfonds
Karstadt trennt sich endgültig von seinen Warenhäusern

Mit dem Teilverkauf seiner Warenhäuser hatte sich der ehedem angeschlagene Karstadt-Quelle-Konzern im vergangenen Jahr entschuldet. Nun wollen die Essenener sich gänzlich von den Immobilien trennen. Das soll weitere Millionen in die Kasse bringen.

HB DÜSSELDORF. Mit der Transaktion sei das Bankhaus NM Rothschild beauftragt worden, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Montag. Der Immobilienfonds Whitehall, der die Immobilien übernommen hatte, solle komplett verkauft werden. Karstadt-Quelle hält daran 49 Prozent, die Investmentbank Goldman Sachs 51 Prozent. Der Essener Konzern erwartet Einnahmen von mehr als 800 Mill. Euro.

Karstadt-Quelle hatte im März vergangenen Jahres seine Waren- und Sporthäuser für 4,5 Mrd. Euro an Whitehall verkauft und sich zugleich an dem Fonds beteiligt. Er umfasst die meisten der 90 Karstadt-Kauf- und 32 Sporthäuser, darunter das KaDeWe in Berlin; die Räumlichkeiten nutzt der Konzern aber weiter als Mieter. Durch den Verkauf hatte Karstadt-Quelle zunächst 3,7 Mrd. Euro eingenommen und damit seine Bankschulden nahezu komplett getilgt. Mindestens weitere 800 Mill. Euro wollte Goldman Sachs in den kommenden Jahren an Karstadt-Quelle zahlen.

Die Situation am Markt sei gut, deswegen sei der Verkaufsprozess jetzt eingeleitet worden, sagte der Sprecher. Es gebe mehr als 20 Interessenten für die Immobilien. Karstadt-Quelle hatte bereits angekündigt, sich von seiner Beteiligung zu trennen, allerdings erst in 2 bis 4 Jahren. Nun soll der Fondsanteil bereits zum Ende des dritten Quartals abgestoßen werden.

Die im MDax gelistete Aktie des Essener Konzerns zog am Montag gegen den Markttrend an und war mit einem Plus von gut einem Prozent größter Gewinner in dem Index.

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