Beteiligungsgesellschaft will Schulden abbauen
WCM verhandelt mit Blackstone über Immobiliensparte

Die Frankfurter Beteiligungsgesellschaft WCM steht kurz davor, ihren Bestand von mehr als 31 000 Wohnungen an den US-Fonds Blackstone zu verkaufen. Die WCM führt konkrete Gespräche mit dem Finanzinvestor über den Verkauf der Wohnimmobilien.

HB HAMBURG. WCM bestätige derartige Verhandlungen, über die in den vergangenen Tagen mehrfach in den Medien berichtet worden war, gab das im Nebenwerte-Index MDax gelistete Unternehmen am Mittwoch in einer knappen Mitteilung bekannt. Ausführliche Informationen wolle der Vorstand am Donnerstag auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung des Aufsichtsrates geben.

WCM hat 31 000 Wohnungen. Firmenchef Roland Flach hatte zuletzt lediglich gesagt, er rede mit mehreren Interessenten, ohne Namen zu nennen.

Am Dienstag hatte es in mit der Situation vertrauten Kreisen bereits geheißen: „Die Sache ist praktisch durch - Blackstone nimmt die Wohnungen.“ In den Branchenkreisen hieß es ferner, noch in dieser Woche könnte Blackstone als Käufer präsentiert werden. Mit der Transaktion im Wert von voraussichtlich mehr als eine Milliarde Euro würde die WCM ihre Bankschulden von derzeit rund 1,4 Milliarden Euro weitgehend tilgen können.

Das WCM-Aufsichtsgremium soll am Donnerstag zudem die Weichen für die Neuausrichtung des defizitären, noch hochverschuldeten Unternehmens stellen und die Verschmelzung auf die Duisburger Klöckner-Werke auf den Weg bringen. In diesem Neuanfang sehen Analysten eine Chance für die WCM, wieder in ruhigeres Fahrwasser zu kommen.

An der in der Abfüll- und Verpackungstechnik tätigen Duisburger Tochter hält WCM derzeit 78 Prozent. WCM hatte im dritten Quartal einen Nettoverlust von 11,08 Millionen Euro verbucht nach einem Gewinn von 37,25 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Im Gesamtjahr wird unter dem Strich ein deutlich zweistelliger Verlust erwartet.

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