Bierkonzern Asahi
Japaner haben Interesse an Peroni und Grolsch

Um die Mega-Fusion mit Anheuser-Busch Inbev zu ermöglichen, will der Brauereiriese SAB Miller seine Biermarken Peroni und Grolsch verkaufen. Jetzt gibt es einen möglichen Käufer – und der kommt aus Japan.

Der japanische Braukonzern Asahi erwägt Übernahmen oder Kapitalbeteiligungen an den europäischen Biermarken Peroni und Grolsch aus dem Portfolio des Großbrauers SAB Miller. Die Japaner sind angesichts des stagnierenden Bierabsatzes auf dem Heimatmarkt zunehmend auf der Suche nach mehr Wachstum im Ausland.

Bei den in letzter Zeit in Medienberichten genannten Biermarken handelt es sich um solche, bei denen Asahi eine Beteiligung erwäge, wurde am Dienstag vom Braukonzern betätigt, allerdings ohne die Marken ausdrücklich zu nennen. Der Brauer, dessen bekanntestes Produkt das Bier Asahi Super Dry ist, könnte sich laut einem Bericht der japanischen Zeitung Yomiuri Shimbun ohne Nennung einer Quelle mit bis zu 400 Milliarden Yen beteiligen.

Nomura-Analyst Satoshi Fujiwara bestätigte in einer Studie, dass Asahi einen solchen Übernahmepreis stemmen könne, was aber immer noch nicht günstig sei. Fusionen und Übernahmen seien aber Teil der Strategie des japanischen Großbrauers. Zudem könnten die Vertriebsstrukturen von Peroni aus Italien und Grolsch aus den Niederlanden für einen vermehrten Vertrieb von Asahi Super Dry genutzt werden.

Laut Mitteilung von Asahi ist eine Entscheidung derzeit nicht getroffen worden. Neben Asahi gelten auch Finanzinvestoren wie KKR als interessiert an den beiden Biermarken, wie zwei mit den Umständen vertraute Personen im Dezember sagten. Dem derzeitigen Besitzer SAB Miller würde ein Verkauf von Grolsch und Peroni die Übernahme durch Anheuser-Busch Inbev erleichtern, was derzeit von den Wettbewerbshütern in Europa untersucht wird.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
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