Billigflieger
Ryanair setzt Gebührensenkungen in Stansted durch

Der Billigflieger hat sich durchgesetzt: Ryanair behält seine Kapazitäten am Standort Stansted, muss aber von nun an weniger zahlen. Zuvor hatte O'Leary mit der Kappung der Kapazitäten gedroht.
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LondonRyanair hat sich im Gebührenstreit mit dem Londoner Flughafen Stansted durchgesetzt. Europas größter Billigflieger soll künftig weniger zahlen, will aber dafür seine Kapazitäten an dem Standort in den nächsten zehn Jahren um 50 Prozent ausbauen. Die nicht näher bezifferten Gebührenermäßigungen seien allerdings an die abgestrebte Steigerung der Passagierzahlen gekoppelt.

„Wenn wir diese Ziele nicht erreichen, erhalten wir den Rabatt auch nicht“, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary am Montag. Das für seine aggressive Preispolitik bekannte Unternehmen aus Irland müsse dafür Kapazitäten von anderen Flughäfen abziehen und Discount-Tickets anbieten, was die Gewinnmargen belasten werde.

Wegen der geplanten Gebührenerhöhung in Stansted um sechs Prozent hatte O'Leary zuvor mit einer Kappung der Kapazitäten an dem Flughafen von neun Prozent gedroht. Nach der Vereinbarung mit dem Flughafen-Betreiber Manchester Airport Group (MAG) soll Ryanair die Zahl seiner Passagiere, die über den vornehmlich von Touristen genutzten Billig-Flughafen rund 50 Kilometer nordöstlich von London fliegen, im nächsten Jahr um 1,3 Millionen steigern. In den nächsten zehn Jahren soll sie auf 20 Millionen von zuletzt rund 13 Millionen wachsen.

Derzeit steht Ryanair für rund zwei Drittel des Passagieraufkommens in Stansted und ist damit die größte Fluggesellschaft an dem Standort. Mit dem britischen Ryanair-Rivalen Easyjet hat MAG in diesem Jahr bereits eine Vereinbarung über eine Passagierzahlsteigerung abgeschlossen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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