Börsengang angepeilt
Tui-Chef Frenzel will sich von Reederei Hapag-Lloyd trennen

Der Reisekonzern Tui will seinen Anteil von knapp 50 Prozent an Deutschlands größter Linienreederei Hapag-Lloyd 2011 zu Geld machen. Tui-Chef Michael Frenzel peilt den Börsengang an, hat aber auch einen Alternativplan.
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HAMBURG. Die größte Linienreederei Deutschlands, Hapag-Lloyd, bekommt 2011 eine neue Eigentümerstruktur, behält aber zumindest vorerst ihre bisherige Führungsspitze. Gemeinsam prüften sie "Optionen für einen Verkauf von Anteilen an Hapag-Lloyd", teilten am Dienstag die aktuellen Anteilseigner, der im MDax notierte Reisekonzern Tui aus Hannover und das Hamburger Konsortium Albert Ballin, nach einer Sitzung des Aufsichtsrats von Hapag-Lloyd mit.

Die Kontrolleure unter Vorsitz von Tui-Chef Michael Frenzel verlängerten zudem den Vertrag von Hapag-Lloyd-Chef Michael Behrendt um zwei Jahre bis Ende Juni 2013. Auf diese Weise sei Kontinuität gesichert, ohne neue Anteilseigner zu bevormunden, hieß es.

Die Investmentbanken Credit Suisse, Goldman Sachs und Greenhill bekommen den Auftrag, "Vorbereitungen für einen Börsengang einzuleiten". Die Anteilseigner der Reederei legen sich aber nicht fest: Parallel dazu setzen sie die Suche nach strategischen Käufern und Finanzinvestoren, die sich für die Übernahme einer Minderheitsbeteiligung "als langfristig orientierter Aktionär interessieren", fort.

Beide Wege konkurrieren miteinander. Experten schätzen den Wert das Tui-Pakets auf etwas mehr als eine Milliarde Euro.

Ziel des Verfahrens sei die "Sicherung einer stabilen Gesellschafterstruktur", teilte Tui gestern mit. "Wir suchen gemeinsam eine Lösung", hieß es im Kreis der Eigentümer der weltweit fünftgrößten Linienreederei. Jetzt beginnt die heiße Phase im Veräußerungsprozess - Interessenten für das Tui-Paket müssen aus der Deckung kommen.

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