Börsengang?
Tüv lockt Investoren an

Finanzinvestoren wollen bei der geplanten Fusion von Tüv Süd und Tüv Rheinland einen Fuß in die Tür bekommen. Sie wittern ein milliardenschweres Geschäft mit den rentablen Prüfdiensten und suchen nach einem Weg, um sich an der neuen Gesellschaft zu beteiligen.

agr/cha/ngl/rob DÜSSELDORF. Dazu müssen die Investoren aber die Vereinsstruktur knacken, die einen Verkauf von Anteilen der Vereinsmitglieder bislang ausschließt. Über eine Auflösung der Vereine wäre eine Privatisierung der Tüv möglich, macht ein dem Handelsblatt vorliegendes Rechtsgutachten im Auftrag eines Private Equity Fonds allen Investoren Hoffnung.

Bislang zeigten die Tüv Finanzinvestoren und Banken, die die Tüv an die Börse bringen wollen, die kalte Schulter. "Unsere Branche befindet sich in zunehmenden Maße im Visier von Investoren", räumte Tüv-Rheinland-Chef Bruno Braun indes ein. Diese hätten die Fusion der beiden großen deutschen Vereine bereits seit längerem gefordert und wegen einer Beteiligung angeklopft.

Nach Handelsblatt-Informationen war dies zuletzt die schwedische EQT im Herbst 2007. EQT sieht in den Tüv ein stabiles und lukratives Geschäftsfeld, den Fonds kontrolliert die schwedische Industriellenfamilie Wallenberg. EQT hatte zuletzt mit dem Börsengang des Maschinenbauers Tognum Kasse gemacht.

Die großen Tüv-Konkurrenten aus dem Ausland wie Bureau Veritas aus Frankreich und die Schweizer SGS sind längst an der Börse notiert und haben Finanzinvestoren als Großaktionäre mit im Boot. Damit finanzieren sie ihre Expansion ins Ausland und folgen ihren Prüfkunden.

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