Brauereigruppe und der Export
Bitburger will in USA und China stärker werden

Der deutsche Biermarkt ist seit Jahren rückläufig. Das setzt auch der Bitburger Braugruppe zu. Die will deshalb nun stärker ins Ausland drängen. Hoffnung macht auch die anstehende Fußball-Europameisterschaft.

BitburgAngesichts des schrumpfenden Biermarkts in Deutschland setzt die Bitburger Braugruppe verstärkt auf den Export. „Wir wollen da signifikant wachsen“, sagte der Sprecher der Geschäftsführung der Gruppe, Werner Wolf, am Mittwoch in Bitburg. Vor allem die Märkte USA, Norditalien und China lägen im Fokus. Die Gruppe exportiere bereits rund 500.000 Hektoliter ins Ausland. Das solle „deutlich mehr“ werden, sagte Wolf, ohne eine Zahl zu nennen. Bitburger ist nach Branchenangaben von 2014 die drittgrößte Brauereigruppe in Deutschland.

Im vergangenen Jahr hatte die Braugruppe mit 7,1 Millionen Hektolitern knapp 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr verkauft. Der Umsatz ging um rund 0,4 Prozent auf 784,8 Millionen Euro zurück. Dies sei ein Ergebnis, mit dem man auf dem schwierigen deutschen Markt zufrieden sein könne, sagte Wolf. Für das laufende Geschäftsjahr ist er optimistisch: Dank der anstehenden Fußball-Europameisterschaft im Sommer in Frankreich rechne er mit einem deutlichen Absatzanstieg.

Gut gelaufen seien im vergangenen Jahr die Geschäfte mit alkoholfreien Bieren. „Das ist ein Bereich, in dem wir zweistellig wachsen“, sagte Wolf. In der Produktpalette der Gruppe machten jene Biere etwa fünf Prozent aus.

Der deutsche Biermarkt ist seit Jahren rückläufig: Tranken die Deutschen 2006 im Schnitt noch 116 Liter im Jahr, waren es 2014 noch rund 107 Liter. Zur Bitburger Braugruppe gehören neben der Hauptmarke Bitburger auch die Marken Köstritzer, Wernesgrüner, Licher und König Pilsner. Sie ist nach eigenen Angaben beim Absatz bundesweit die Nummer drei.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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