British Home Stores
Britische Kaufhauskette meldet Insolvenz an

Erst ein Jahr nach der Übernahme durch den Geschäftsmann Dominic Chappell ist die traditionsreiche britische Kaufhauskette British Home Stores (BHS) insolvent und soll erneut verkauft werden.

LondonDie traditionsreiche britische Kaufhauskette BHS (British Home Stores) mit rund 11.000 Beschäftigten ist insolvent und soll erneut verkauft werden. Das Unternehmen werde die Geschäfte „wie gewohnt“ weiterführen, während der Insolvenzverwalter nach einem Käufer suche, teilte die damit beauftragte Kanzlei Duff & Phelps am Montag mit.

BHS war 1928 im Londoner Stadtteil Brixton gegründet worden und hat derzeit 164 Kaufhäuser im ganzen Land.

Für die Insolvenz „trägt niemand die Schuld“, sagte der Besitzer von BHS, der Geschäftsmann Dominic Chappell. Er hatte die Kette erst im vergangenen Jahr zum symbolischen Preis von einem Pfund gekauft. Grund für die Pleite seien „schlechte Umsätze und die Unfähigkeit, genug Geld aufzutreiben“.

Presseberichten zufolge ist der Sportartikelhändler Sport Direct interessiert, zumindest einige BHS-Häuser zu übernehmen. Sollte die Kaufhauskette dichtmachen müssen, dann wäre es die größte Insolvenz in der Branche seit der Pleite von Woolworth im Jahr 2008.

BHS hat es nicht geschafft, sich gegen günstigere Anbieter von Kleidung wie Primark und modischere Anbieter wie Debenhams und Marks and Spencer durchzusetzen. Der Kette fehle es am nötigen Geld, um sich neu zu erfinden, sagte der Analyst Neil Saunders von der Unternehmensberatung Conlumino.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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