Coca-Cola
Die große Fusion der Abfüller

Coca-Cola will drei seiner Abfüller fusionieren, die meist unabhängig vom Mutterkonzern arbeiten. Mit der Zusammenlegung will der Konzern Kosten senken und Probleme im Absatz beheben. Auch Deutschland ist betroffen.
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New YorkVor wenigen Tagen veröffentlichte Coca-Cola seine neusten Quartalszahlen. Es war das gleiche Lied wie seit einiger Zeit: Die Umsätze fallen. Vor allem in Europa und im Kernmarkt Amerika meiden die Verbraucher die zuckrigen Getränke. Angebote mit weniger Kalorien wie Diet Coke fallen ebenfalls in der Gunst.

Der Konzern mit Sitz in Atlanta reagiert. Es will seine drei großen europäischen Abfüller fusionieren, um Kosten zu sparen. Coca-Cola Enterprises, Coca-Cola Iberian Partners und Coca-Cola Erfrischungsgetränke sollen laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ zusammengeschlossen werden. Die Aktie von Coca-Cola Enterprises stieg daraufhin um 13 Prozent, der Börsenwert nahm damit um rund 1,2 Milliarden Dollar zu.

Die Abfüller arbeiten mehr oder weniger eigenständig von Coca-Cola. Der Mutterkonzern beschränkt sich auf die Herstellung der Konzentrate für Coke oder Sprite, die es an die weltweit hunderte Abfüller verschickt. Das Geschäftsmodell garantiert Coca-Cola über Jahrzehnte hohe Margen, es muss kein Kapital für Maschinen zur Abfüllung oder Lastwagen binden.

Als einziger der drei Abfüller gehört Coca-Cola Erfrischungsgetränke dem amerikanischen Konzern. Es ist mit 3,7 Milliarden Litern pro Jahr das größte deutsche Getränkeunternehmen. In insgesamt 20 Produktionsbetriebe hierzulande arbeiten 9500 Menschen.

Europa-Fusion passt ins Bild

Coca-Cola Enterprises hat zwar seinen Sitz in Atlanta, gehört aber nicht Coca-Cola. Es setzt jährlich acht Milliarden Dollar vor allem in Westeuropa um und besitzt die Abfüllrechte für Belgien, England, Frankreich oder Schweden. In den Märkten läuft es alles andere als rund. Vor wenigen Tagen veröffentlichte das Unternehmen seine Zahlen, der Umsatz fiel um fast 18 Prozent. Als Analysten Vorstandschef John Brock fragten, was der von möglichen Fusionen oder Übernahmen halte, antwortete er: „Wenn es etwas gibt, das unseren Aktionären mehr Wert verschafft, dann sind wir ernsthaft daran interessiert“.

Eine Europafusion passt ins Bild. Schon seit einiger Zeit bringt Coca-Cola seine Abfüller zusammen. Coca-Cola Iberian Partners entstand 2013 durch die Fusion von sieben spanischen und einem portugiesischen Abfüller, die seit 1951 verschiedenen spanischen Unternehmerfamilien gehören. Im vergangenen Jahr verschmolz es die Abfüller in Süd- und Ostafrika.

Der Autor ist Managing-Editor des Handelsblatts in den USA. Quelle: Frank Beer für Handelsblatt
Thomas Jahn
Handelsblatt / Korrespondent New York

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  • Und ab demnächst gibt es noch einen guten Grund die Finger von Coca Cola zu lassen,denn der Konzern wechselt vom Mehrwegsystem zur Einwegflasche.

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