Der Abstieg der Nummer eins
Hintergrund: Karstadt-Quelle in Zahlen

Als Europas größten Warenhaus- und Versandhandelskonzern bezeichnet sich Karstadt-Quelle selbst und hebt damit seine führende Positionen in diesen Geschäftsfeldern hervor. Doch die vergangenen Jahre haben ihre Spuren hinterlassen.

HB ESSEN. Durch kräftiges Wachstum anderer Konzerne rutschte Karstadt-Quelle aber in den vergangenen Jahren in der Rangliste der Handelsriesen ab. Nach einer Auflistung der Handelsforscher von Trade Dimensions ist Karstadt-Quelle gemessen am Umsatz nur der sechstgrößte Handelskonzern innerhalb Deutschlands nach Branchenprimus Metro, Rewe, Edeka/AVA (ohne Spar/Netto), Aldi und der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland).

Karstadt-Quelle verbuchte 2004 einen Umsatzrückgang um 6,8 % auf 13,4 Mrd. €. Der Konzern fuhr bei hohen Umbaukosten einen Verlust von gut 1,6 Mrd. € ein. Ende 2004 hatte der Konzern inklusive abzugebender Geschäftsbereiche 92 500 Mitarbeiter. Über die Hälfte des Umsatzes wurde im Versandhandel eingenommen. Der stationäre Einzelhandel, zu dem Warenhäuser und Fachmarktketten gehören, stand für gut 42 % der Erlöse. Der Rest des Umsatzes entfiel auf Dienstleistungen und Immobilien.

Auch in den ersten drei Monaten dieses Jahres verbuchte der Konzern erneut einen Rückgang. Der Umsatz ging um 8,4 % auf unter drei Mrd. € zurück. Vor Steuern fiel ein Verlust von rund 154 Mill. € an. Die Zahlen für das erste Halbjahr will das Unternehmen am 3. August vorlegen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%