Designermode von der Kette
Wenn die Prinzessin H&M trägt

Prinzessin Victoria von Schweden trug bei der Hochzeit ihres Bruders ein Kleid von H&M. Für die Kette ist das ein erneuter Coup – der royale Glanz hilft im Kampf gegen die starke Konkurrenz von Primark und Co.
  • 1

DüsseldorfPrinzessin Victoria von Schweden überraschte am Wochenende bei der Hochzeit ihres Bruders Prinz Carl Philip mit Sofia Hellqvist die Öffentlichkeit: Sie trug nicht, wie bei solchen Anlässen üblich, die Haute Couture eines berühmten Modedesigners, sondern ein Kleid des schwedischen Filialisten H&M.

Die Thronfolgerin von Schweden strahlte in einem langen, wallenden Seidenkleid der Kollektion „Conscious Exclusive“. Das ist eine Sonderkollektion aus nachhaltigen Materialien wie Bio-Baumwolle, Hanf und recyceltem Polyester, die H&M herausbringt. Sie wurde von Designern des schwedischen Konzerns entworfen und als Kleid für die Prinzessin maßgeschneidert.

H&M setzt gezielt auf solche Sonderkollektionen, um sich im Massengeschäft ins Gespräch zu bringen. Einmal im Jahr sorgt der Konzern mit Kleidern, Blusen oder Anzügen eines berühmten Modedesigners für Aufmerksamkeit. Im vergangenen November war es der amerikanische Avantgarde-Youngster Alexander Wang, dessen Kreationen der Filialist verkaufte.

Dieses Jahr lässt der Konzern den jungen Designer Olivier Rousteing des französischen Luxuslabels Balmain für den Filialisten schneidern. „Ich möchte meine Generation ansprechen“, sagte der Designer, Jahrgang 1986, als er im Mai die Kooperation bekannt gab. Was das für seine H&M-Kollektion bedeutet, ist noch nicht bekannt, nur dass es sich um Mode für Damen und Herren handelt. Klar ist aber, dass seine Ideen – wie immer – nur in 250 von insgesamt 3.641 Läden weltweit verkauft werden.

Der schwedische Filialist startete seine Kooperation mit bekannten Designern vor gut zehn Jahren. Karl Lagerfeld entwarf damals seine Vision der Haute Couture für das Massengeschäft. Weitere Stars der Modebranche wie Stella McCartney oder Versace folgten, um die Kunden mit einem Hauch von Luxus zu erschwinglichen Preisen in ausgesuchte Stores weltweit zu locken.

So wortreich sich der Konzern zu den exklusiven Kollektionen äußert, so wortkarg gibt er sich, wenn es um Verkaufszahlen geht. „Wir sind mit dem Geschäft sehr zufrieden“, sagte eine Sprecherin des schwedischen Modekonzern in Deutschland lediglich und fügte hinzu: „Die Umsätze mit Designer-Kleidung nennen wir nicht.“

Seite 1:

Wenn die Prinzessin H&M trägt

Seite 2:

Rabattgeschäft entwertet die Marken

Kommentare zu " Designermode von der Kette: Wenn die Prinzessin H&M trägt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Königshäuser sind Nichtsnutze u. gehören abgeschafft. Sie leben wie die Parasiten auf Kosten der buckelnden Steuerzahler. Prinz FitnessTrainer hat weder eine Ausbildung noch arbeitet diese Hantelstange irgend etwas. Das gilt auch für die Prinzessin.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%