Detektei beauftragt
Lotto Bayern bestreitet Spitzelvorwürfe

Die Staatliche Lotterieverwaltung Bayern hat den Vorwurf der Bespitzelung mit unlauteren Mitteln durch einen Detektiv zurückgewiesen. In einer Mitteilung vom Sonntag räumte sie zwar einen Auftrag an eine Detektei ein, um die Geschäftspraktiken einer Annahmestelle zu überprüfen. Die Gesellschaft habe aber explizit darauf hingewiesen, Recht und Gesetz einzuhalten.

HB MÜNCHEN. Nach Berichten von Freitag und Samstag hatte ein Detektiv in einer eidesstattlichen Erklärung versichert, er sei zur Bespitzelung auf zwei Personen angesetzt worden. Dafür will er auch Computerattacken gestartet haben, was in einem Fall erfolgreich gewesen sei. Dazu habe ihn eine Münchner Detektei angestiftet. Der Detektiv sei der Lotterieverwaltung weder bekannt, noch von ihr beauftragt worden, sagte der Präsident der Staatlichen Lotterieverwaltung, Erwin Horak, laut Mitteilung. Die Lotterieverwaltung hat die Staatsanwaltschaft im mittelfränkischen Ansbach eingeschaltet.

Die Lotterieverwaltung hat nach eigenen Angaben von der eidesstattlichen Erklärung des Mannes erst Anfang Juni erfahren im Rahmen eines zivilrechtlichen Rechtsstreits gegen die Annahmestelle. „Sollte der in der eidesstattlichen Erklärung geschilderte Sachverhalt zutreffen, ist das Verhalten der Detektei völlig inakzeptabel“, sagte Horak. „Es ist in keiner Weise vom Auftrag der Lotterieverwaltung gedeckt.“

Nach Angaben Horaks ist die Lotterieverwaltung in langjährige zivilrechtliche Auseinandersetzungen mit einer Annahmestelle in Schwabach verwickelt. Diese soll nach Ansicht von Lotto Bayern vertragswidrig mit gewerblichen Spielevermittlern zusammengearbeitet und über eine Postwettannahmestelle unberechtigt erhöhte Provisionen abgerechnet haben.

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