Deutsche Börse: Besuch beim Chef zur Unzeit

Deutsche Börse
Besuch beim Chef zur Unzeit

PremiumEine Hausdurchsuchung bei Carsten Kengeter, dem Chef der Deutschen Börse, wegen des Verdachts auf Insiderhandel stört die Verhandlungen um die Fusion mit der Londoner Börse. Das ganze Projekt könnte gefährdet sein.

Frankfurt/London/DüsseldorfDurch Eintracht wachsen selbst kleine Dinge“ – das war das Leitmotiv einer altehrwürdigen Gilde, in deren Räume die Deutsche Börse Anfang dieser Woche zu ihrem Jahresempfang in London einlud. Und Vorstandschef Carsten Kengeter baute den Spruch an diesem Abend in seine Begrüßungsrede ein, um die großen Möglichkeiten der geplanten Fusion mit dem Londoner Börsenbetreiber LSE zu unterstreichen. Aus kleinen Dingen könnten große Dinge werden, so Kengeter. 

Dieser Satz könnte sich bewahrheiten – aber anders, als der Börsenmanager gehofft hat. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kengeter wegen dessen Aktiengeschäften. Der Börsenmanager hatte sich mit Wertpapieren des eigenen Konzerns eingedeckt – an...

 
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