Deutsche-Post-Streik
Verdi klagt wegen Vertragsbruch

Bereits ab Mittwoch ruft Verdi bundesweit zu Warnstreiks bei der Deutschen Post auf. Weil der Konzern mit neuen Regionalgesellschaften gegen einen bestehenden Vertrag verstoße, hat Verdi zudem bereits Klage eingereicht.
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DüsseldorfDie Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat wegen Vertragsbruchs Klage gegen die Deutsche Post eingereicht und bundesweite Warnstreiks ab dem 1. April angekündigt.

Mit dem Aufbau eines flächendeckenden Netzes für die Paketzustellung in den hierfür zum Jahresanfang gegründeten 49 Regionalgesellschaften verstoße der Konzern gegen den bestehenden Vertrag zum Schutz vor Fremdvergabe, begründete die Gewerkschaft am Montag den Schritt.

„Die Beschäftigten erwarten, dass der Arbeitgeber ihre Interessen ernst nimmt und konstruktiv über unsere Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich verhandelt. Weitere Nebelkerzen am Verhandlungstisch brauchen wir nicht“, sagte die stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.

Verdi fordert für die rund 140.000 Mitarbeiter des Konzerns eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die entsprechenden tarifvertraglichen Regelungen sind zum 31. März 2015 gekündigt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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