Discounter
Französische Markenartikler wollen Lidl verklagen

Schauspieler testen in einem TV-Sport Markenprodukte und billigere Lidl-Produkte. Den Herstellern der Markenartikel gefällt diese Werbung überhaupt nicht: Sie wollen den Discounter verklagen.

ParisWegen einer Reihe von TV-Spots mit vergleichender Werbung wollen französische Markenhersteller den Discounter Lidl verklagen. Die Werbespots, in denen Schauspieler als angebliche Probanden Markenprodukte und Lidl-Produkte testen, würden gegen geltendes Recht verstoßen, erklärte am Freitag der Verband Prodimarques, der unter anderem die Lebensmittelkonzerne Bonduelle und Nestlé vertritt. Eine Klage solle deswegen beim Pariser Handelsgericht eingereicht werden.

Stein des Anstoßes ist eine im April gestartete Werbekampagne des Discounters. Schauspieler probieren in den TV-Spots Kaffee, Joghurt, Dosenfisch oder Eis am Stiel eines Markenherstellers und dann das entsprechende, aber billigere Lidl-Produkt - beides Mal sagen sie „Mag ich“. Gezeigt werden dazu die Preise der Lebensmittel. Das Fazit der Kampagne: „Zwei Mal 'Mag ich'. Aber nicht zum gleichen Preis.“

Laut Prodimarques verstößt Lidl damit gegen das Gesetz. Es gebe in den Werbespots „keinerlei objektives Vergleichskriterium“ und „keinerlei belastbaren Beweis“, erklärte der Verband. Die Werbung erwecke den Anschein, die Produkte seien austauschbar und hätten lediglich einen unterschiedlichen Preis.

Lidl betreibt rund 1.500 Geschäfte in Frankreich und beschäftigt 26.000 Mitarbeiter. Der Marktanteil liegt bei rund fünf Prozent.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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