Discounter
Milchprodukte werden massiv teurer

Milch, Butter und Quark werden in Deutschland auf breiter Front teurer. Die beiden größten deutschen Lebensmittelhändler Edeka und Rewe kündigten an, sie würden dem Beispiel von Discount-Marktführer Aldi folgen und die Preise für Milchprodukte anheben.
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HB BERLIN/MÜLHEIM. Für elf Preissenkungsrunden in diesem Jahr gab es großflächig Werbung auf ganzen Zeitungsseiten, die Erhöhung des Milchpreises ging bei Aldi nun still und leise über die Bühne. Schlechte Nachrichten für den Verbraucher verkaufen sich nicht gut, dachte sich wohl der führende Discounter. Die Milchbauern wiederum schöpfen nach monatelanger Durststrecke Hoffnung, dass die Preise auch für sie steigen. Die Zeichen dafür stehen gut. Allerdings werden Milcherzeuger Preiserhöhungen wohl erst Mitte Dezember auf dem Konto merken, wenn wie üblich für den Vormonat überwiesen wird.

Erst vor gut einer Woche gingen die Preise für Mehl, Zucker und andere Artikel in den Keller. Jetzt werden Milch, Butter und Quark dagegen teurer. Ein Liter Milch kostet bei Aldi seit Montag sechs Cent mehr, für ein Butterpäckchen müssen 14 Cent mehr bezahlt werden. Deutsche Markenbutter, die jetzt 99 Cent je 250-Gramm-Stück kostet, ist damit binnen eines Monats um die Hälfte teurer geworden.

Die beiden größten deutschen Lebensmittelhändler Edeka und Rewe kündigten am Montag an, sie würden dem Beispiel von Discount-Marktführer Aldi folgen und die Preise für Milchprodukte ebenfalls anheben.

In den nächsten Wochen sei mit weiteren Preisanhebungen bei Milchprodukten zu rechnen, hieß es in der Branche. „Der Einkaufspreis ist nach oben gegangen. Das müssen wir letztlich weitergeben“, begründete ein Rewe-Sprecher die Verteuerung. Eine Edeka-Sprecherin verwies darauf, dass die Milchmenge in den vergangenen Monaten jahreszeitlich bedingt knapper geworden. Dadurch seien die Milchpreise in die Höhe getrieben worden.

Was sind die Gründe für die Preisturbulenzen? Im deutschen Lebensmittelhandel tobt ein so harter Preiskampf wie schon lange nicht mehr. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise wollen die Discounter zeigen, dass sie die niedrigsten Preise bieten. Die Supermarktketten wollen keine Kunden verlieren und ziehen stets umgehend in ihren Preiseinstiegs-Sortimenten mit. Inzwischen sind selbst einige Markenprodukte von der Preisschlacht betroffen.

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  • eigentlich habe ich kein mitleid für die milchbauern. es gibt hier keinen freien markt. seit jahren existiert ein überangebot, dass künstlich aufrecht erhalten wird.

    warum sollten wir also beim shoppen soviel für milch bezahlen?

    der EU haushalt besteht fast nur aus agrarsubentionen und das sind 100er von milliarden. also hier jammern die falschen personen.

  • Für mich ist wichtig ,dass die bauern für die Milch etwas mehr bekommen,nicht die Konzerne.beziehungsgleichgewicht.
    Geschichte ist Struktur(bauernkriege 1500).
    1512 Trierer Reformation,die verwehrte sich dagegen Unschuldigen Gnade zu erweisen.
    Heute wird die Milch auf die Felder gekippt,obwohl es genügend Transportmöglichkeiten gibt.
    Milliarden Menschen verhungern noch heute.

  • Guten Tag,....ich bin nicht Landwirt; jedoch muss ich den Leuten zugutehalten dass sie einen enormen beitrag zum Allgemeinwohl erbringen. Wir essen alle, jeden Tag, und irgend jemand hat das Zeug angebaut. irgendjemand hat etwas produktives getan. Hingegen der Dienstleistungssektor ( banker ( nicht bankiers ) Versicherungen, beratern, Coachs und dergleichen Ungeziefer ) tun nur sich einen Dienst erweisen, indem sie die Allgemeinheit betruegen und bestehlen ) Da ich mich mit vielen Landwirten und Kuehen unterhalten habe glaube ich dass sie ihren Job anstaendig tun. Die arme Kuh steht bei jedem Sauwetter im Regen, und der bauer fummelt ihr zwei mal am Tag am Euter. Dies ist nicht jedermanns sache. Also bringen wir beiden; der Kuh und dem bauern etwas mehr Respekt entgegen. besten Dank

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