Drogerie-Pleite
Verdi zieht „bittere Bilanz“ der Schlecker-Pleite

Ernüchternde Zahlen der Bundesagentur: Nur jede zweite gekündigte Schlecker-Frau fand eine neue Beschäftigung. Aus Sicht der Gewerkschaft Verdi verschleiert die Statistik —die eigentliche Situation sei weit dramatischer.
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BerlinEin Jahr nach der Insolvenz der Drogeriemarktkette Schlecker haben viele frühere Angestellte nach Gewerkschaftsangaben noch immer keine Perspektive. Die Lage sei noch bedrückender, als es die offiziellen Zahlen vermuten ließen, stellte die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch fest. Nach einer Aufstellung der Bundesagentur für Arbeit konnten rund 10 700 der 23 500 gekündigten Schlecker-Beschäftigten wieder vermittelt werden.

„Die Auswertung verschleiert, dass bereits eine siebentägige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausreicht, um von der Statistik nicht mehr erfasst zu werden - selbst wenn die Menschen nach einer Woche die Arbeit wieder verloren haben“, sagte Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Es gebe es keine transparenten Zahlen dazu, wie viele der ehemaligen Schlecker-Frauen tatsächlich wieder in Arbeit sind.

Bei vielen der früheren Schlecker-Angestellten, die in der ersten Kündigungswelle Ende März 2012 ihre Arbeit verloren und keine neue gefunden haben, laufe jetzt der Anspruch auf Arbeitslosengeld aus. „Das heißt, dass Tausende Frauen ab April von Hartz IV werden leben müssen - eine absolut bittere Bilanz.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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