"Ein sychologischer Effekt"
Einzelhandel erwartet durch Steuerpläne Besserung

Die Umsätze im deutschen Einzelhandel könnten bei einem Vorziehen der dritten Steuerreformstufe auf 2004 nach Einschätzung des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) bereits in diesem Jahr etwas besser ausfallen als bislang erwartet.

Reuters BERLIN. Allein der psychologische Effekt könnte dazu führen, dass die Menschen schon in diesem Jahr etwas mehr Geld ausgeben würden, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Holger Wenzel am Montag in Berlin. Wichtig sei, dass schnell Klarheit über das Vorziehen herrsche und das Ganze nicht wieder im Bundesrat zerredet würde. Wenzel forderte die Opposition dazu auf, dass Vorziehen der Steuerreform konstruktiv mitzutragen. Bisher erwartet der HDE einen nominalen Umsatzsatzrückgang von 1,0 Porzent in diesem Jahr.

Die Bundesregierung hatte bei ihrer Kabinettsklausur im brandenburgischen Neuhardenberg angekündigt, die dritte Stufe der Steuerreform um ein Jahr auf 2004 vorzuziehen, um damit einen Wachstumsimpuls etwa bei der Binnennachfrage auszulösen. Dies soll nach den Worten von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) vor allem über Subventionsabbau, aber auch über Privatisierungserlöse und höhere Schulden finanziert werden. Bei ihrem Vorhaben ist die Bundesregierung auf die Zustimmung der Union im Bundesrat angewiesen. Die Unionsspitze hat aber bereits ihre Ablehnung zum Vorziehen der Steuerentlastung bekräftigt.

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