Einigung in Hamburg
Hochtief baut Elbphilharmonie weiter

Die Stadt Hamburg und der Baukonzern Hochtief haben sich so gut wie geeinigt. Die Arbeiten an der Elbphilharmonie können in Kürze weitergehen. Hauptproblem war das 2.000 Tonnen schwere Dach.
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HamburgIm Streit um die Elbphilharmonie stehen die Stadt Hamburg und der Baukonzern Hochtief offenbar kurz vor einer Einigung. Nach sieben Monaten Stillstand auf Hamburgs bekanntester Baustelle will der Baukonzern Hochtief nach Informationen aus dem Umfeld der Beteiligten die Arbeiten am Dach des Konzerthauses wieder aufnehmen. Offiziell wollte die Hamburger Kulturbehörde dazu am Nachmittag eine Stellungnahme abgeben.
Vor sechs Wochen hatte die Stadt dem Konzern ein Ultimatum gestellt. Sollte das Dach über dem großen Konzertsaal nicht bis zum 31. Mai abgesenkt werden, werde die Stadt von ihrem Kündigungsrecht „wegen unberechtigter Leistungsverweigerung“ Gebrauch machen.

Die Arbeiten an der Elbphilharmonie ruhen seit November 2011, weil die Stadt und Hochtief sich über die Sicherheit des Daches streiten. Obwohl die Stadt mehrere Gutachten vorlegte, wonach das Dach sicher ist, weigerte sich der Baukonzern, das 2.000 Tonnen schwere Dach abzusenken - also die bisher gebaute Konstruktion mit dem Gebäude zu verbinden. Nur dann kann auch im restlichen Gebäude weitergebaut werden. Der Stillstand auf der Baustelle kostete pro Tag 100.000 Euro.

Außerdem soll das Projekt neu geordnet werden. Ein Grundproblem war von Anfang an, dass Planung und Bauausführung nicht in einer Hand liegen. Zwischen dem Generalplaner Herzog & de Meuron und dem Generalunternehmen Hochtief kam es deswegen immer wieder zu Konflikten, die zu Kostensteigerungen und Zeitverzögerungen führten.

Die Gesamtkosten für das umstrittene Bauprojekt im Hamburger Hafen liegen offiziell bei einer halben Milliarde Euro. Mittlerweile dürften die Kosten für die Stadt aber weit über den bewilligten 323 Millionen Euro liegen. Die Eröffnung des Konzerthauses wurde bereits mehrmals verschoben. Nach letzten Angaben geht Hochtief von einer Übergabe im November 2014 aus, dieser Termin dürfte nach dem monatelangen Baustopp aber nicht mehr zu halten sein.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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