Einzelhandel
Runners Point investiert in neue Filialen

Die frühere Karstadt-Quelle-Tochter Runners Point zeigt sich krisenresistent: Der Laufschuh-Spezialist wird in diesem Jahr den Umsatz voraussichtlich um neun Prozent auf 112 Mio. Euro steigern. Für 2009 hat das Unternehmen große Pläne.

DÜSSELDORF. Die frühere Karstadt-Quelle-Tochter Runners Point zeigt sich krisenresistent: Der Laufschuh-Spezialist werde seinen Umsatz in diesem Jahr voraussichtlich um neun Prozent auf 112 Mio. Euro steigern, sagten die beiden Runners-Point-Geschäftsführer Otto Hurler und Harald Wittig dem Handelsblatt. Im Sommer 2005 hatten Hurler und Wittig durch ein Management-Buy-Out jeweils 12,5 Prozent der Anteile an dem Filialisten aus dem westfälischen Recklinghausen erworben. Die Beteiligungsgesellschaft Hannover-Finanz sicherte sich die restlichen 75 Prozent an dem Unternehmen.

Seitdem hat Runners Point im Gegensatz zu anderen Ex-Arcandor-Töchtern wie Wehmeyer und Sinn-Leffers, die inzwischen Insolvenz anmeldeten, seine Basis kräftig ausgebaut. Im kommenden Jahr will das Unternehmen zusätzlich sein Geschäft mit Freizeitschuhen vorantreiben. Hurler und Wittig schickten zu diesem Zweck im vergangenen Jahr bereits eine Runners-Point-Tochter namens Sidestep an den Start. Während sich Runners Point mit 135 Läden in seinem Kerngeschäft an den Bedürfnissen von Läufern orientiert und außer Sportschuhen auch noch Funktionsbekleidung und Freizeitmode anbietet, konzentriert sich Sidestep auf den Freizeitschuh.

"In zwei bis drei Jahren soll Sidestep von 30 auf 100 Filialen wachsen", formuliert Unternehmenschef Wittig das ehrgeizige Ziel der Sparte. Mitinhaber Hurler will das Runners-Point-Geschäft durch die Einführung eines Franchise-Systems vorantreiben: "Im Visier haben wir die mittelgroßen deutschen Städte zwischen 60 000 und 80 000 Einwohnern, in denen wir noch nicht vertreten sind", sagt Hurler. Außerdem stehe ein vorsichtiger Ausbau des Auslandsgeschäfts auf dem Programm.

Finanziert werden soll das Wachstum aus eigenen Mitteln. Dazu sei auch der Finanzinvestor bereit, wie Ulrich Mogwitz, Investment-Manager der Hannover-Finanz, versichert. Dabei lassen sich die Verantwortlichen nicht vom derzeit trüben Konsumklima beeinflussen. "Wir profitieren vom stetig steigenden Gesundheitsmarkt", sagt Hurler. Wettbewerber Foot Locker hat hingegen in der Vergangenheit Umsätze verloren.

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