Einzelhandel
Wie Tchibo die Kunden süchtig macht

Der Hamburger Kaffeeröster hat es geschafft, in der krisengeschüttelten Handelsbranche zum Giganten aufzusteigen. Spurensuche bei einem Unternehmen, das seiner Kundschaft lauter Dinge verkauft, von denen sie weder wussten, dass sie sie brauchten, noch dass sie sie wollten.

HAMBURG. Wenn der Abgeordnete H. freitags mit der Bundesbahn zurück in seinen Wahlkreis rattert, hat er oft das Tchibo-Magazin (Auflage: 1,1 Millionen Stück) in der Aktentasche. Zu Hause, nach 18 Uhr, schaut er sich beim ersten Viertele vorsichtigerweise noch mal unter www.tchibo.de die „TCM“-Angebote an. Das Rennrad mit 30 Gängen und der „Super“-Shimano-Kettenschaltung, die Fahrrad-Leggings mit Seitenverschluss und auch das ultimative Rad-Chronometer. Lauter Schnäppchen.

Eigentlich hat der Abgeordnete das alles schon. Mehrere Fahrräder, diverse Trainingsanzüge und ein paar Sportuhren. Damit ist er seinem sparsamen Volk in diesem Moment ganz, ganz nahe: Auch er ist eine Art TCM-Junkie, süchtig nach Billigangeboten....

 
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