Einzelhandelskonzern enttäuscht
Ahold verbucht Umsatzrückgang

Der niederländische Einzelhandelskonzern Ahold hat im dritten Quartal deutlich an Umsatz eingebüßt - vor allem wegen des schwachen Dollar. Während dieser Rückgang von Branchenexperten erwartet worden war, lag die Umsatzentwicklung in den USA unter den Prognosen der Analysten.

HB AMSTERDAM. Der weltweit drittgrößte Einzelhandelskonzern nach Wal-Mart, Carrefour und den deutschen Metro-Konzern führte die rückläufige Umsatzentwicklung am Donnerstag neben der Dollarkurs-Schwäche auch auf den Preiskrieg in den Niederlanden und auf den harten Wettbewerb in den USA zurück.

Nach Angaben des Unternehmens ging der Umsatz im Ende September beendeten Quartal um 7,9 % auf 12,0 Mrd. € zurück. Befragte Analysten hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 12,08 Mrd. € erwartet. Bei stabilen Wechselkursen hätte der Umsatzrückgang nur 2,4 % betragen, hob Ahold hervor.

Ahold sehe kein Anzeichen für steigende Verbraucherausgaben in den USA, sagte ein Unternehmenssprecher. Beim wichtigsten Standbein des Konzerns, dem Einzelhandelsgeschäft in den USA, gingen die Umsätze um 1,3 % zurück auf 6,09 Mrd. Dollar und damit stärker als von Analysten erwartet. Auch im Cateringgeschäft in den USA, das im vergangenen Jahr wegen bilanzieller Ungereimtheiten in die Schlagzeilen geraten war, entwickelte sich der Umsatz schlechter als erwartet. Die Erlöse stiegen dort um 2,9 % auf 4,38 Mrd. €.

In Europa stiegen die Umsätze um 1,3 % auf 3,044 Mrd. € und damit geringfügig höher als erwartet.

Zur Ergebnisentwicklung äußerte sich Ahold am Donnerstag nicht. Den vollständigen Bericht zum dritten Quartal will der Konzern am 24. November vorlegen. Im Gesamtjahr rechnet der Konzern unter dem Strich mit einem operativen Verlust und mit einem geringeren operativen Ergebnis. Befragte Analysten gehen davon aus, dass der Umsatz im Gesamtjahr um 19 % schrumpfen wird auf rund 52,63 Mrd. €, vor allem wegen Veräußerungen von Unternehmensteilen.

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