Entwicklungsländer
Metro kooperiert mit den Vereinten Nationen

Der Düsseldorfer Metro-Konzern will seine Lieferanten in Schwellen- und Entwicklungsländern besser ausbilden und damit vor allem die Produktqualität verbessern. Das neue Programm soll zudem dazu dienen, die wirtschaftliche Entwicklung in ärmeren Ländern zu fördern und dort den Hunger zu bekämpfen.
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WIEN. Ein entsprechendes Abkommen hat die Metro AG am Mittwoch in Wien mit der Unido abgeschlossen, der Uno-Organisation für industrielle Entwicklung. Auch andere Konzerne wie Nestlé, Microsoft oder Hewlett-Packard (HP) haben erkannt, dass sie ihre wirtschaftliche Basis in ärmeren Ländern gerade durch sozial ausgerichtete Programme verbessern können. Die Schulung der Zulieferer ist Teil der Corporate Social Responsibility (CSR), des verantwortungsvollen Umgangs mit eigenen Mitarbeitern, Lieferanten und Ressourcen.

"Die Metro ist geradezu dazu gezwungen, lokale Zulieferketten aufzubauen", sagte Vorstandschef Eckhard Cordes am Unido-Sitz in Wien. Der Düsseldorfer Handelskonzern expandiert in Schwellenländer vor allem mit seinen Cash-and-Carry-Märkten für Großhändler. Wichtigste neue Märkte für Metro sind der Nahe Osten, Osteuropa und Asien. In diesen Metro-Märkten werden zu großen Teilen Lebensmittel verkauft - die meistens nur von lokalen Lieferanten bezogen werden können.

Cordes nannte in Wien keinen konkreten Betrag, wie viel die Zusammenarbeit mit der Unido kosten wird. Der Metro-Konzernchef sprach hingegen von einem "kontinuierlichen Prozess der Betreuung" der eigenen Lieferanten, den die Metro sowieso jeden Tag leisten müsse.

Auch Unido-Generalsekretär Kandeh Yumkella betonte, dass finanzielle Leistungen bei der Kooperation mit der Metro nicht im Vordergrund stünden. "Ich frage nicht nach Geld", betonte der Unido-Chef. Der Uno-Organisation gehe es in erster Linie darum, kooperationswillige Partner zu finden. Besseres Training und Ausbildung bei den Lieferanten führten dazu, dass verbesserte Produkte zu höheren Preisen verkauft werden könnten. Insofern finanziere sich eine Zusammenarbeit wie mit der Metro später von allein. "Das ist eine Win-Win-Situation für alle", sagte Yumkella.

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