Erstmals Sportmode im Angebot
Chinesen zeigen sich erstmals auf Modemesse CPD

Die Düsseldorfer Modeszene wird internationaler: Zum ersten Mal präsentieren sich auch chinesische Textilunternehmen auf der weltgrößten Modemesse CPD in Düsseldorf, die noch bis Dienstag stattfindet. „Wir sehen unsere Teilnahme als einen bedeutungsvollen Anfang“, sagte Du Yuzhou, Präsident des chinesischen Textilherstellerverbandes, gestern vor Journalisten.

sts DÜSSELDORF. Der chinesische Textilverband hat die Unternehmen für die Teilnahme in Düsseldorf ausgewählt, weil sie sich „mit neuem Anspruch an Design und Qualität der europäischen Konkurrenz stellen“, wie Gerald Böse, Geschäftsführer der Ausstellungsorganisation Igedo Company, betont.

Branchenbeobachter werten diesen Schritt als Beleg für das wachsende Interesse fernöstlicher Unternehmen am europäischen Bekleidungsmarkt. Schon seit Jahren sind europäische Textilhersteller in China aktiv: Unternehmen wie Steilmann, Esprit, H&M und Zara lassen ihre Mode dort zu günstigen Preisen schneidern. Erst vorige Woche hatte es Gerüchte gegeben, der Wattenscheider Mittelständler Steilmann wolle seine Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern intensivieren. Doch nun häufen sich die Meldungen, dass die Lohnschneider ihre gesammelten Erfahrungen nutzen, um mit eigenen, meist günstigeren Marken nach Europa zu kommen.

Während die asiatischen Anbieter geradezu euphorisch in die Zukunft blicken, fürchten deutsche Hersteller ein weiteres schlechtes Geschäftsjahr. Der Herstellerverband geht von einem Umsatzminus von gut 1 % auf 9,6 Mrd. Euro aus – nach einem Rückgang von etwa 8 % im Vorjahr. Auch der Bekleidungshandel hat in den ersten fünf Monaten ein Minus von 5 % eingefahren.

So ziehen sich immer mehr deutsche Anbieter von der Messe zurück oder verkleinern ihre Stände. Namhafte internationale Designer zeigen sich ohnehin nicht auf der Messe. Sie präsentieren ihre Kollektionen in Ausstellungsräumen in der Stadt.

Dennoch werden die Organisatoren nicht müde, immer neue Geschäftsbereiche in die Messehallen zu holen. Voriges Jahr ist zur Damenmode die Kleidung für den Herren hinzugekommen. In diesem Jahr soll der Schwerpunkt „Sport“ für neue Impulse sorgen. Willi Bogner zeigt seine neuen Trends, auch die Mode der gleichnamigen Zigarettenmarke Camel ist mit einem großen Stand vertreten. Escada Sport, die Fitnessmarke des krisengeschüttelten Herstellers aus München, hat ihre Teilnahme allerdings abgesagt. Insgesamt sind 1 900 Aussteller aus 51 Nationen vertreten.

Quelle: Handelsblatt

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