Escada und Strenesse
Die Last mit dem Luxus

Escada, Strenesse und Rena Lange: Deutschen Luxusmarken geht es schlecht. Warum nur? Wie die Labels trotzdem versuchen, ihren Fortbestand zu sichern. Oft sind Investoren die Retter in der finanziellen Not.
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DüsseldorfSie sitzt in der ersten Reihe im weißen Cocktailkleid, während die Models an ihr vorbeiflanieren. Megha Mittal, die 38-jährige Eigentümerin von Escada, will noch einmal durchstarten mit der Luxusmarke. Sie hat dazu einen besonderen Rahmen gewählt, den Saal der Porzellanmanufaktur im Münchener Schloss Nymphenburg. Die Hoffnungen sind groß Anfang dieses Jahres, „das Wachstum und die internationale Expansion weiter voranzutreiben“, wie Mittal sagte. Doch ihre Hoffnungen mussten inzwischen bitteren Tatsachen weichen: Der neue CEO, der Amerikaner Glenn McMahon, ist nach einem halben Jahr schon wieder abgesprungen. Und Mittal musste im Oktober verkünden, dass sie 200 der insgesamt 2000 Stellen in den kommenden zwei Jahren streichen werde.

Escada ist nicht die einzige deutsche Marke der Luxus- und Premiumode, der es derzeit schlecht geht. Strenesse aus dem bayerischen Nördlingen kämpft, um sich in der Insolvenz in Eigenverwaltung zu sanieren, Laurèl kann nur mit Mühe die Zinsen seiner Unternehmensanleihe zahlen. Und das Münchener Modehaus Rena Lange ist pleite. Der Niedergang der deutschen Edelmarken hat viel damit zu tun, dass sie sich übernommen haben.

Escada hat in den guten Zeiten der 80er-Jahre kräftig expandiert. So schufen die Gründer Margaretha und Wolfgang Ley eine ganz Reihe weiterer Marken wie Laurèl und Biba hinzu, um einen noch breiteren Markt abzudecken. Doch der Größenwahn rächte sich bereits Anfang der 90er-Jahre, als die Beteiligungen den Konzern tief in die roten Zahlen rissen. Auch die Familie Strehle stellte sich nach großen Erfolgen in den Anfangsjahren bei Strenesse zu breit auf. So musste der Sanierer Michael Pluta im vorigen Jahr vieles zurückdrehen und vor allem die Kollektion um ein Drittel zusammenzustreichen.

Deutsche Luxusmarken tun sich schwer, mit der internationalen Konkurrenz finanziell mitzuhalten. Das gilt für aufwendige Werbekampagnen, die Digitalisierung des Vertriebs und für Investitionen in neue Kollektionen. Benachteiligt sind die Mittelständler auch, sich beim Wettlauf um die besten Standorte für Ladenlokale durchzusetzen. Dabei müssen sie sich mit milliardenschweren Luxuskonzernen von Armani über Gucci bis hin zu Dior messen.

Die Mieten in Toplagen in deutschen Großstädten sind in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden. Nach Berechnungen des Immobilien-Dienstleisters Jones Lang Lasalle (JLL) liegen die Spitzenmieten in der Kaufingerstraße und am Marienplatz in München bei 360 Euro pro Quadratmeter. In der Königsallee in Düsseldorf sind sie in den vergangenen zwei Jahren von 265 auf 290 Euro gestiegen. Und der Trend geht weiter. „Vier von fünf Unternehmen wollen ihre Präsenz in den Spitzenlagen der Innenstädte ausbauen“, sagt Dirk Wichner, Head of Retail Leasing Germany bei JLL. Die Berater hatten Mitarbeiter von 400 Modeunternehmen befragt. Im Schnitt kommen Investitionen im siebenstelligen Bereich für die Einrichtung der Luxusläden hinzu.

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  • Der Erfolg von KIK u. Consorten zeigt ganz klar, wohin in Deutschland die Reise für die Mittelschicht geht. Die Ausrottung der Mittelschicht durch CDUSPDGrüne läuft wie geschmiert. Wir schaffen das!

  • Irgendwann tritt halt Sättigung, aber vor allem Platzmangel auf. Wie man(n) für jedes neue Auto eine neue Garage braucht. So braucht vor allem Frau für jedes neue Kleidungsstück Platz im Kleiderschrank (oder am besten gleich ein neues Ankleidungszimmer). Um das ganze Zeug irgendwo unterzubringen, wenn sie die Kreditkarte des Partners mal wieder zum glühen bringt.

    Die junge First Lady (stolze Kosakentochter) betreut während der Uni daheim in Deutschland und hier in Ischgl russische VIPs in ihrer Muttersprache beim shoppen. Wenn die Lust haben, kaufen die gleich die ganze Goethe Straße leer ...

  • Menschen mit Geld vermehren sich in D rasant. Der Konsumbedarf an Hochpreisigem ist riesig. Gut geführte Unternehmen haben finanziell null Probleme. Denen läuft doch der Rotz die Backe hoch. Ein Dilettant wird jedes Unternehmen ruinieren.

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