Expansion
E.ON steht kurz vor Eintritt in neue Märkte

Nach eigenen Angaben sollen weniger als sechs Monate vergehen, bis E.ON einen neuen Markt erschließen will. Der Finanzspielraum für die Expansion des Energiekonzerns beläuft sich dabei auf „einige Milliarden Euro“.
  • 2

DüsseldorfAuf der Suche nach neuen Wachstumsmärkten in Brasilien, Indien und der Türkei drückt der Energieriese E.ON aufs Tempo. „Es wird schon im ersten Halbjahr 2012 zu einem erfolgreichen Markteintritt kommen“, sagte E.ON-Chef Johannes Teyssen der „Börsen-Zeitung“ (Samstagausgabe) laut Vorabbericht. „Mittlerweile ist ein Reifegrad bei den möglichen Projekten erreicht, der mich optimistisch stimmt“. Den finanziellen Spielraum bei der geplanten Expansion bezifferte Teyssen auf „einige Milliarden Euro“. Am Bau von neuen Atomkraftwerken in diesen Ländern werde sich E.ON aber nicht beteiligen. „Uns wäre das Klumpenrisiko einfach zu groß.“ Angesichts begrenzter Wachstumschancen in Deutschland und weiten Teilen Europas hatte Teyssen im August die Länder Brasilien, Türkei und Indien ins Visier genommen. Im Jahr 2015 oder später sollen neue Märkte außerhalb Europas ein Viertel zum bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) beitragen.

Zuletzt hatte der Konzern allerdings im Bieterrennen um eine 21-prozentige Beteiligung am portugiesischen Versorger EDP eine Schlappe erlitten: Die Behörden erteilten der chinesischen Holding Three Gorges (Drei Schluchten) den Zuschlag. Mit einem Einstieg bei EDP wollte E.ON auch in den brasilianischen Markt vorstoßen, wo der portugiesische Konzern stark vertreten ist.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Expansion: E.ON steht kurz vor Eintritt in neue Märkte"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • ...wer weiß wer in diesen 3 Ländern in Person vor Ort ist, der kennt das Ergebnis dieser "Teyssen´schen PR-Expansion" bereits heute: außer (üppigen) Spesen nix gewesen...in der Türkei z.B. sind es die gleichen "Super-Heros", die auch schon vor einigen dort waren bevor E.ON sich entschieden hat alles an RWE zu verkaufen...und nun sind sie wieder da...grandios...

  • liebes Handelsblatt, die Konzernzentrale von E.ON steht nicht in Essen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%