Extra-Gebühren bei Airlines
Mit „Happy Snacks“ gegen hohe Kerosinpreise

Gebühren für Buchung, Gepäck oder Snacks machen inzwischen bis zu einem Drittel der Einnahmen der Fluglinien aus, wie eine Studie zeigt. Doch nicht nur Billigflieger sind bei den Extras kreativ.
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DüsseldorfEin "Happy Snack Plus" für 6,50 Euro für Hungrige an Bord eines Germanwings-Airbus. 40 Euro für den, der mit zu viel Handgepäck eine Ryanair-Maschine betritt. Und 10 Euro zahlt bereits der, der bei Easyjet einen Flug bucht. Zusatzgebühren können einen Billigflug ganz schön teuer machen.

Den Airlines bringen solche Extras eine Menge. Allein 47 der größten Fluggesellschaften der Welt, die zusammen für die Hälfte des gesamten Branchenumsatzes stehen, haben im vergangenen Jahr 11,5 Milliarden Dollar durch Zusatzgeschäfte verdient - 38 Prozent mehr als im Vorjahr.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Airline-Technologiedienstleisters Amadeus mit Sitz in Madrid und des US-Beratungsunternehmens Ideaworks, über die das "Wall Street Journal" berichtet.

"Zusatzeinnahmen sind ein Wachstumsmarkt, und sie werden es bleiben", sagte Ian Wheeler von Amadeus. Den Airlines bleibe auch kaum etwas anderes übrig: Sie müssten die steigenden Kosten wegen des gestiegenen Ölpreises und neuer Steuern kompensieren. Happy Snacks gegen hohe Kerosinpreise

Fast ein Drittel des Umsatzes (29,2 Prozent) verdiente laut Studie allein die US-Billigfluggesellschaft Allegiant im vergangenen Jahr an dem Geschäft mit den Extras - so viel wie keine andere Fluglinie. Konkurrent Spirit Airlines kam mit 22,6 Prozent auf Rang zwei. Der irische Billigfluglinie Ryanair, die das Konzept des "No-Frills-Carrier" ("Keine Extras") in Europa am konsequentesten umsetzt, erreichte mit 22,1 Prozent Platz drei.

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