Fleischwarenhersteller
Zimbo peilt in Osteuropa Marktführerschaft an

Unbeeindruckt von Schweinepest und Vogelgrippe treibt die Zimbo-Gruppe die Expansion nach Osteuropa voran. Marktinsider bewerten die Ausbaupläne des Geschäfts eher skeptisch.

BOCHUM. Dabei denken die Bochumer zunächst an einen Ausbau des Geschäftes in Ungarn, Polen und Tschechien, während in einem zweiten Schritt auch Rumänien und Russland ins Visier genommen werden sollen. Ziel ist die Marktführerschaft in jeder dieser Regionen.

So will Zimbo zunächst die Produktionskapazitäten in Ungarn verdoppeln, in Polen hingegen steht ein Vertrag über ein Joint-Venture zur Herstellung von SB-Wurst kurz vor dem Abschluss. „Außerdem wollen wir unser Filialnetz in Tschechien weiter ausbauen“, sagte Zimbo-Geschäftsführer Willi Denecke dem Handelsblatt. Im Gegensatz zu anderen Ländern sei Zimbo in der Tschechischen Republik mit Filialen unter dem Namen „Novak“ präsent, die an die Geschäfte des deutschen Discounters Plus „angedockt“ seien, berichtet Denecke. Die Zahl dieser Verkaufsstellen soll alsbald von 75 auf rund 120 steigen.

In Rumänien und Russland will sich Zimbo auf die städtischen Ballungsgebiete konzentrieren, die bereits über eine entsprechend zahlungskräftige Kundschaft verfügen. Insgesamt will Zimbo in den nächsten drei Jahren etwa 23 Mill. Euro in das Osteuropageschäft investieren. Finanziert werden soll die Expansion vor allem aus eigenen Barmitteln sowie einer neuen Anleihe, die Zimbo im Jahr 2008 auflegen will. Für ein Logistik-Zentrum im Raum München sammelt Denecke derweil weitere zehn Millionen Euro bei privaten und institutionellen Anlegern ein.

Nach dem Ende Mai abgeschlossenem Markenrelaunch will Zimbo auch im Inland wachsen. Hier zu Lande will Zimbo vor allem auf Kosten der heimischen Konkurrenz zulegen. „Wir wollen unseren Marktanteil in Deutschland innerhalb der kommenden drei bis vier Jahre verdoppeln“, sagt Denecke. Der Zimbo-Geschäftsführer will sich dabei eine offensichtliche Schwächephase des direkten Mitbewerbers Herta, ein Tochterunternehmen des Schweizer Lebensmittelmultis Nestlé, zu Nutze machen. Denn innerhalb der vergangenen drei Jahre schmolz der Marktanteil der Nestlé-Tochter stetig ab, während der Marktführer sich im Inland hingegen auf einem stabilen Niveau bewegte.

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