Flugbetrieb läuft unverändert weiter
Air Berlin macht Tochter DBA endgültig zu

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin hat angekündigt, die vor zweieinhalb Jahren erworbene Airline DBA zum Ende November endgültig zu schließen. Sämtlichen 120 Piloten und 175 Flugbegleitern sollen an ihren jeweiligen Standorten Arbeitsverträge und adäquate Beschäftigungsmöglichkeiten im Konzern angeboten werden, sagte ein Firmensprecher. Am Flugangebot der Air Berlin ändere sich nichts.

DÜSSELDORF. Die noch bei DBA verbliebenen Maschinen fliegen bereits seit langem in den Farben der Muttergesellschaft. Während die Fluggesellschaft den Schritt als abschließende Konsequenz der schrittweisen Integration der einst von British Airways als innerdeutscher Lufthansa-Konkurrent gegründeten DBA bezeichnet, spricht die Gewerkschaft Verdi von einem „dreisten Versuch“ des Unternehmens, „die Aktionäre auf Kosten der Beschäftigten zu bereichern“.

Hintergrund ist ein seit langem schwelender Streit zwischen Air Berlin und dem fliegenden DBA-Personal, das – so der Konzernsprecher - seine Privilegien „aus goldenen British-Airways-Zeiten“ zum neuen Arbeitgeber hinüberretten wollte. Der Konzern hatte erklärt, das Personal zu den bei Air Berlin üblichen Konditionen weiter zu beschäftigen, und bereits angedroht, DBA dicht zu machen. Die Technik und die Verwaltung der in München beheimateten Gesellschaft wurden bereits geschlossen.

Auch Piloten und Kabinen-Mitarbeiter der Düsseldorfer Ferienfluggesellschaft LTU, die im vergangenen Jahr von Air Berlin übernommen wurde, fürchten um Privilegien und Arbeitsplätze. Der Sprecher erklärte auf Anfrage, die Situation bei LTU sei anders als bei DBA. Bereits früher hatte Air Berlin erklärt, zu seinen Bestandsgarantien für die Mitarbeiter zu stehen.

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