Flughafenbau
Ramsauer fordert erneut Entlassung des BER-Chefs

Der Bundesverkehrsminister sieht keine Vertrauensbasis mehr für weitere Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer des neuen Hauptstadtflughafens, Rainer Schwarz. Dieser habe den Aufsichtsrat nicht umfassend informiert.
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BerlinAngesichts der Verzögerungen beim Bau des neuen Berliner Großflughafens BER hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) erneut die Entlassung von Geschäftsführer Rainer Schwarz gefordert. „Schwarz ist ein Schönwetterkapitän, der in stürmischer See das Ruder nicht fest genug in der Hand hat“, sagte Ramsauer der Zeitung „Die Welt“ vom Freitag. Es gebe aus seiner Sicht keine Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mehr. Die vom Verkehrsministerium einberufene Sonderkommission zum BER habe festgestellt, dass Schwarz den Aufsichtsrat nicht umfassend informiert habe.

Die Eröffnung des BER musste unter anderem wegen Mängeln beim Brandschutz bereits mehrfach verschoben werden. Als Termin wird nun Oktober 2013 angepeilt. Die Verzögerungen verursachen auch hohe Zusatzkosten. Berichten zufolge soll der Airport statt ursprünglich 2,8 jetzt mindestens 4,3 Milliarden Euro kosten.

Der Bund ist mit 26 Prozent an der Betreibergesellschaft des Flughafen beteiligt, kann damit aber nicht allein entscheiden. Weitere Anteilseigner sind die Länder Berlin und Brandenburg. Sie halten je 37 Prozent der Anteile.

Die Mehrheitsverhältnisse im BER-Aufsichtsrat seien so, dass der Bund als Minderheitseigner nur zwei von 15 Mitgliedern stelle, sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums am Freitag in Berlin. Das schränke die Möglichkeiten ein. Die Bundesregierung werde sich weiterhin mit den anderen Anteilseignern abstimmen und Baufortschritt sowie Risiken genau beobachten. Im Januar ist seinen Angaben nach die nächste BER-Aufsichtsratssitzung geplant.

 
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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