Frachtkrise trifft Reederei
Hapag-Lloyd steuert ins Ungewisse

PremiumDie weltweit fünftgrößte Container-Reederei schreibt wieder rote Zahlen. Alle Hoffnungen ruhen nun auf der Fusion mit einem Konkurrenten aus Dubai. Die weltweite Frachtkrise hinterlässt auch in Hamburg ihre Spuren.

DüsseldorfDie schlechten Nachrichten präsentiert Hapag-Lloyd dieses Jahr scheibchenweise. Vor zehn Tagen erst warnte Deutschlands größte Container-Reederei, die Fusion mit der arabischen UASC werde sich um zwei Monate auf Ende Mai verschieben. Banken hatten bei der Reederei aus Dubai den geplanten Eigentümerwechsel genutzt, um Kredite zu kündigen. Die Suche nach neuen Geldgebern sorgte für Verzögerungen.

Zusätzlich enttäuschte Hapag zwei Wochen zuvor mit der Meldung, das Betriebsergebnis (Ebit) habe sich im Vergleich zum Vorjahr auf 126 Millionen Euro gedrittelt. Weil damit nicht einmal die üblichen Zinsaufwendungen der verschuldeten Reederei zu decken sind, ließ die Nachricht erahnen, was eine Ad-hoc-Mitteilung am Freitagabend...

 
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