Fusion mit Tui
First-Choice-Aktionäre geben grünes Licht

Der Tui-Konzern hat bei der geplanten Fusion seiner Touristiksparte mit dem britischen Reiseanbieter First Choice eine weitere Hürde genommen.

HB LONDON/HANNOVER. Die First Choice-Aktionäre stimmten dem Zusammenschluss am Mittwoch in London zu und machten damit den Weg frei für die Gründung des neuen gemeinsamen Unternehmens Tui Travel PLC. Es soll seinen Sitz in London haben und ab 3. September an der Londoner Börse gehandelt werden, teilte First Choice am Mittwoch in London mit. Tui wird an dem neuen Reiseriesen die Mehrheit von 51 Prozent haben. Die Führung wird der bisherige First Choice-Chef Peter Long übernehmen.

Der Tui-Vorstandsvorsitzende Michael Frenzel begrüßte die Entscheidung. „Wir werden einen der profitabelsten Reisekonzerne der Welt schaffen“, sagte er in Hannover. Unter dem Dach des fusionierten Unternehmens entstünde ein Konzern mit einem Umsatz von rund 18 Mrd. Euro pro Jahr und rund 27 Mill. Kunden in mehr als 20 Märkten. Durch den Zusammenschluss sollen in den drei Jahren nach der Fusion jährlich 150 Mill. Euro eingespart werden.

Die Tui will mit dem Zusammenschluss ihre Ertragskraft stärken und die Konsolidierung in der europäischen Tourismusbranche aktiv vorantreiben. In den vergangenen Jahren war der Konzern in Hannover wegen des vergleichsweise geringen Börsenwerts mehrfach als Übernahmekandidat gehandelt worden. Finanzinvestoren hatten von Frenzel eine Zerschlagung des Konzerns in seine beiden Sparten Tourismus und Schifffahrt gefordert. Mit der Fusion bleibt der Konzern zwar in beiden Geschäftsfeldern. Sie werden aber deutlich voneinander getrennt.

Tui bringt in das neue Unternehmen seine gesamten touristischen Aktivitäten ein - mit Ausnahme der Hotelbeteiligungen und des geplanten Engagements im Kreuzfahrt-Massengeschäft gemeinsam mit der AIDA. Diese profitablen Sektoren will die Tui in eigener Regie ausbauen. Die Tui-Schifffahrtssparte Hapag-Lloyd ist von der Fusion nicht betroffen.

Der neue Reiseriese Tui Travel wird nach früheren Unternehmensangaben weltweit rund 48 000 Beschäftigte, 101 Veranstaltermarken, mehr als 3500 Reisebüros sowie sieben Fluggesellschaften mit mehr als 150 Flugzeugen haben.

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