Fusion von Deutscher Börse und LSE
Schachspiel im Dunkeln

PremiumDie Aktionäre haben der Deutschen Börse grünes Licht für die Fusion mit der LSE gegeben. Doch damit die Börsenhochzeit glückt, muss der Konzern die Standortfrage beantworten. Das ist nicht einfach. Eine Analyse.

Das war knapp: Die Aktionäre der Deutschen Börse haben auf den letzten Drücker grünes Licht für die Fusion mit der London Stock Exchange gegeben. Doch die größte Herausforderung liegt noch vor Börsenchef Carsten Kengeter. Zunächst müssen die Wettbewerbshüter der EU-Kommission klären, ob der Deal den Wettbewerb in Europa gefährdet. Das war schon Kengeters Vorgänger Reto Francioni zum Verhängnis geworden, der mit der New Yorker Börse Nyse fusionieren wollte. Durch Konzessionen, etwa die Abtrennung von Geschäftsbereichen, dürften sich die Brüsseler aber besänftigen lassen.

Danach ist die hessische Börsenaufsicht am Zug. Sie kann den Deal stoppen, wenn sie die Entwicklung der Frankfurter...

 
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